Oerlikon, Firmenzentrale

Mit dem Kauf von citim verschafft sich Oerlikon weiteres Know-how in puncto additive Fertigung. - Bild: Oerlikon

Wie Oerlikon via Pressemitteilung erklärte, ergänze die Übernahme das Technologie- und Serviceangebot von Oerlikon im Bereich additive Fertigung mit modernen 3D-Druck-Produktionskapazitäten in Europa und den USA. Weiter heißt es, dass die Übernahme von citim einen wichtigen Meilenstein für Oerlikon auf dem Weg zu einem globalen Anbieter von Oberflächenlösungen und modernen Werkstoffen markiere.

Dr. Roland Fischer, CEO des Oerlikon Konzerns, sagt: "Der Kauf von citim ist ein bedeutender Meilenstein auf unserem Weg, die Industrialisierung der additiven Fertigung voranzutreiben und ein unabhängiger Auftragsfertiger für additiv gefertigte Komponenten zu werden. Wir werden weiterhin in die additive Fertigung investieren, um unser Technologie- und Dienstleistungsangebot gezielt auszubauen."

Citims Kernkompetenz liegt laut eigenen Angaben in der Herstellung von additiv gefertigten Metallkomponenten für Kleinserien und Funktionsprototypen. Das weltweit tätige Unternehmen mit Produktionsstandorten in Europa und den USA bietet additiv gefertigte Bauteile für Hightechunternehmen im Luftfahrt-, Automobil- und Energiesektor an.

Im Jahr 2015 erwirtschaftete citim einen Umsatz von 12 Millionen Schweizer Franken. Das Unternehmen beschäftigt rund 120 Mitarbeiter. Über den Verkaufspreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Vorteile der additiven Fertigung

Die additive Fertigung erweitert die Design- und Konstruktionsmöglichkeiten für industrielle Schlüsselkomponenten und erlaubt es, die Kosten von Kleinserien und Spezialanfertigungen im Vergleich zu traditionell gefertigten Teilen zu reduzieren. Da die Komponenten Schicht für Schicht aufgebaut werden, ist es möglich, Strukturen zu fertigen, welche durch herkömmliche Fertigungsverfahren nicht möglich sind.

Zudem erlaubt es die additive Fertigung, Bauteile mit verbesserter Leistungsfähigkeit oder neuen Funktionen herzustellen. Mit der additiven Fertigung werden auch wertvolle Werkstoffe effizienter genutzt und Abfälle reduziert.

Bereits heute bietet Oerlikon ein Portfolio von metallbasierten Werkstoffen an, die die zentralen Verarbeitungstechnologien und Industrieanwendungen abdeckt. Das Portfolio von Metallpulvern umfasst dabei auch Werkstoffe, die für die additive Fertigung verwendet werden können.