Mario Ohoven

Mario Ohoven vertritt als Präsident des Bundesverbands mittelständischer Wirtschaft die Interessen seiner Mitglieder. Er wird des öfteren als die Stimme des Mittelstands bezeichnet. - Bild: BVMW

BVMW-Präsident Mario Ohoven kritisierte am Mittwoch in Berlin, "was einige Autokonzernvorstände da gemacht haben, ist ein Skandal." Die Marke Made in Germany habe bislang auch für das Vertrauen der Kunden gestanden. "Dieses Vertrauen ist nachhaltig erschüttert", beklagte Ohoven. Die Folge sei ein riesiger Imageschaden für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Den Mittelstand treffe es dreifach, sagte Ohoven: Als Käufer von Fahrzeugen, die bald vielleicht nicht mehr in die Innenstädte fahren dürften. Dann die vielen mittelständischen Zulieferer, "deren Abhängigkeit von den Konzernen schamlos ausgenutzt wurde". Schließlich müssten die Zulieferer leiden, wenn weniger Fahrzeuge gebaut würden.

Fahrverbote würden "einer Enteignung von Betriebsvermögen" gleichkommen, sagte Ohoven. Dagegen werde sich sein Verband auf politischer Eben wehren und notfalls auch klagen.

Er warne allerdings davor, die gesamte Autoindustrie zu verdammen, nur weil einige wenige Konzernmanager "mit krimineller Energie getäuscht haben", meinte Ohoven. Schließlich stünden 1,8 Millionen Arbeitsplätze auf dem Spiel.

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