OMV verlust

Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV macht im zweiten Quartal Verlust. - Bild: OMV

OMV erzielte im Zeitraum von April bis Juni einen operativen Verlust (EBIT) von 300 Millionen Euro nach einem Gewinn von 222 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Verlust nach Steuern und Dritten betrug 168 Millionen Euro nach einem Gewinn von 209 Millionen Euro zuvor.

OMV hatte am späten Dienstagabend eine Abschreibung in Höhe von 530 Millionen Euro auf die Beteiligung am britischen Offshore Öl- und Gasprojekt Rosebank angekündigt, die im zweiten Quartal verbucht wurde. Die Wertberichtigung steht im Zusammenhang mit dem Verkauf einer 30-Prozent-Beteiligung an dem Feld. "Diese Veräußerung reduziert die auf Rosebank entfallenden zukünftigen Investitionsverpflichtungen von OMV", sagte OMV-Chef Rainer Seele laut Pressemitteilung.

Vor Sondereffekten zu Wiederbeschaffungskosten (CCS) - die maßgebliche Kennziffer bei OMV - sank das EBIT auf 214 von 375 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Nettogewinn ging auf 222 von 364 Millionen Euro zurück. Beide Kennziffern legten im Vergleich zum ersten Quartal gleichwohl deutlich zu.

OMV will jetzt mehr sparen. Nachdem das Sparziel von 100 Millionen Euro für 2017 voraussichtlich bereits in diesem Jahr erzielt werde, habe man sich ein neues Ziel für das kommende Jahr gesetzt. Die Kosten sollen 2017 um rund 150 Millionen Euro im Vergleich zu 2015 sinken.

Die Investitionen werden zurückgefahren. Statt geplanten 2,4 Milliarden Euro ist für 2016 nun nur noch eine Investitionssumme von 2,2 Milliarden Euro vorgesehen.