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Seit der Übernahme vor gut einem Jahr trimmt PSA-Chef Carlos Tavares Opel auf Rendite. Selbst das Herzstück des Rüsselsheimer Autobauers, das Entwicklungszentrum, ist betroffen. - Bild: Pixabay

Exklusive Gespräche darüber machten die beiden Unternehmen am Mittwoch öffentlich.

Angestrebt sei eine "strategische Partnerschaft" mit dem Familienunternehmen, das bereits für die Opel-Mutter PSA tätig ist, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller. Die Geschäftsteile würden im Falle einer Einigung aber zu 100 Prozent an Segula übergehen. Pläne, weitere Teile des Entwicklungszentrums an andere Dienstleister zu verkaufen, gebe es nicht.

"Strategische Partnerschaft" angestrebt

"Das Ziel ist klar: Wir wollen die Arbeitsplätze in der Entwicklung in Rüsselsheim sichern - und zwar langfristig", betonte Lohscheller in einer Telefonkonferenz. «Niemand muss umziehen, niemand muss sich Sorgen machen um den Beschäftigungsschutz."

Segula habe ein "sehr überzeugendes Zukunftskonzept" zum Ausbau seiner Kapazitäten in Deutschland vorgelegt, sagte Lohscheller. So wolle das weltweit tätige Unternehmen mit derzeit 11.000 Mitarbeitern in Rüsselsheim seine Zentrale für Nordeuropa errichten.

"Wir werden den Vorschlag dieser strategischen Partnerschaft nun im Detail mit unseren Sozialpartnern diskutieren", kündigte Lohscheller an. "Wir wollen das natürlich zügig zu einem Abschluss bringen. Denn dann haben wir wirklich die Arbeitsplätze gesichert und eine gute Zukunftsperspektive für alle hier."

Deutlicher Rückgang von Aufträgen

In dem Entwicklungszentrum arbeiten aktuell etwa 7.000 Menschen. Die verbleibenden Beschäftigten wären Opel-Angaben zufolge weiterhin für den PSA-Konzern tätig. Allerdings schrumpft die Opel-Belegschaft ohnehin - auch wenn der Stellenabbau nach zähem Ringen zwischen Geschäftsleitung, IG Metall und Betriebsrat vorerst auf 3.700 Jobs begrenzt bleibt. Die übrigen mehr als 15.000 Arbeitsplätze sind bis einschließlich Juli 2023 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt.

Hintergrund der nun angestrebten Neuordnung ist ein deutlicher Rückgang von Aufträgen der früheren Opel-Mutter General Motors (GM) für das Entwicklungszentrum. Als die Überlegungen vor einigen Monaten bekannt geworden waren, hatte der Betriebsrat Bedenken geäußert: Die Arbeitnehmervertreter befürchten, dass bei einem Verkauf von Teilen des Entwicklungszentrums oder einer strategischen Partnerschaft die IG Metall und damit der Flächentarifvertrag umgangen werden könnte.

Segula-Deutschland-Chef Martin Lange versicherte in einer Mitteilung am Mittwoch: "Segula beabsichtigt, die bis Juli 2023 geltenden Arbeitsplatzgarantien aufrechtzuerhalten." Es gehe darum, "denjenigen, die von Opel zu uns kommen, eine nachhaltige Zukunft zu sichern". Segula arbeitet auch für andere Autokonzerne und ist zudem in den Bereichen Energie, Bahn und Schifffahrt als Entwicklungs- und Ingenieurdienstleister tätig.

Der Landes- und Fraktionsvorsitzende der SPD in Hessen, Thorsten Schäfer-Gümbel, äußerte Bedenken zu den Plänen: "Ein Teilverkauf oder Verkauf auf Raten gefährdet die Eigenständigkeit des Unternehmens." Opel dürfe "nicht zur reinen Hülle verkommen", mahnte der Politiker.

  • Ford Europe

    Lediglich 47 Euro oder 0,3 Prozent Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern hat Ford Europe im ersten Halbjahr 2018 in Europa erzielt. - Quelle: CAR-Center Automotive Research / Bild: Pixabay

  • Ford USA

    Im Gegensatz zur Europa-Tochter erzielte Ford in den USA einen Gewinn von 1.977 Euro und weltweit einen Gewinn von 759 Euro pro Auto. - Quelle: CAR-Center Automotive Research/ Bild: Pixabay

  • Peugeot

    Peugeot-Citroen-DS verdiente 1.141 Euro pro Auto. - Quelle: CAR-Center Automotive Research/ Bild: Pixabay

  • Opel Rekord

    Opel-Vauxhall machte einen Gewinn von 878 Euro pro Auto. - Quelle: CAR-Center Automotive Research/ Bild: Pixabay

  • Renault Dacia

    Renault-Dacia verdiente 646 Euro pro Auto. - Quelle: CAR-Center Automotive Research/ Bild: Pixabay

  • Lada

    Der russische Hersteller Lada hat einen Gewinn von 563 Euro pro Auto gemacht. - Quelle: CAR-Center Automotive Research/ Bild: Pankow

  • Fiat 500

    Fiat-Chrysler Europe verdiente pro verkauftem Auto 450 Euro... - Quelle: CAR-Center Automotive Research/ Bild: Pixabay

  • Fiat-Chrysler USA

    ...weltweit machte Fiat-Chrysler einen Gewinn von 1.228 Euro pro Auto. - Quelle: CAR-Center Automotive Research/ Bild: Pixabay

  • VW Werk Wolfsburg

    Der Volkswagen-Konzern machte insgesamt einen Gewinn von 1.757 Euro. - Quelle: CAR-Center Automotive Research/ Bild: Pixabay

  • VW Marke

    Die Kernmarke VW verdiente hingegen "nur" 1.103 Euro pro verkauftem Auto. - Quelle: CAR-Center Automotive Research/ Bild: Pixabay

  • Skoda

    Die VW-Tochter Skoda machte pro verkauftem Auto einen Gewinn von 1.607 Euro. - Quelle: CAR-Center Automotive Research/ Bild: Pixabay

  • Seat Leon

    Seat, eine weitere Tochter des Mutterkonzerns Volkswagen, verdiente pro verkauftem Auto 611 Euro. - Quelle: CAR-Center Automotive Research/ Bild: Pixabay

  • Toyota Europe

    545 Euro verdiente Toyota pro verkauftem Auto in Europa... - Quelle: CAR-Center Automotive Research/ Bild: Pixabay

  • Toyota USA

    ...weltweit verdiente der japanische Autobauer 1.654 Euro pro Auto. - Quelle: CAR-Center Automotive Research/ Bild: Pixabay