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Angesichts einer schwacher Nachfrage in Europa und dem wegbrechenden Markt in Russland kündigt der Automobilbauer Opel für die Werke in Eisenach und Rüsselsheim Kurzarbeit an. - Bild: Bild: Auto-Medienportal.net

Angesichts einer schwacher Nachfrage in Europa und dem wegbrechenden Markt in Russland kündigt der Automobilbauer Opel für zwei Werke Kurzarbeit an.

Für die Standorte Eisenach und Rüsselsheim sollen voraussichtlich etwa 25 beziehungsweise 15 Tage Kurzarbeit bis Jahresende beantragt werden. Damit sollen die Lagerbestände und die damit verbundenen Kosten minimiert werden. Ein weiterer Grund für die Maßnahme seien die Folgen aus dem angekündigten Rückzug aus Russland.

Die Tochter des US-Autokonzerns General Motors hatte für 2015 ursprünglich den Verkauf von mehr als 80.000 Fahrzeugen in Russland geplant. Dieses Volumen könne aber nur zum Teil über Absatzzuwächse in anderen Märkten kompensiert werden, so Opel. Opel passe die Volumenplanung für einzelne Modelle nun an die Marktsituation an.

Rückzug aus Russland hinterläßt Spuren

Russland war für Opel viele Jahre lang einer der wichtigsten Absatzmärkte neben Deutschland und Großbritannien. Auch Experten hatten in Russland lange Zeit einen zukunftsträchtigen Boom-Markt in der Autobranche gesehen. Doch durch den Ukraine-Konflikt waren im vergangenen Jahr die Verkäufe drastisch eingebrochen, zudem verzeichnete der russische Rubel einen Wertverfall. Im März hatte GM dann entschieden, dass sich Opel zum Dezember komplett aus Russland zurückzieht.

Insgesamt sei das in Rüsselsheim ansässige Unternehmen aber weiter zuversichtlich, 2015 den Wachstumstrend der vergangenen zwei Jahre fortsetzen zu können, hieß es am Freitag weiter. Im vergangenen Jahr verkaufte Opel/Vauxhall 1,076 Millionen Fahrzeuge – von Januar bis Juni erzielte das Unternehmen mit 582.300 Fahrzeugen ein Plus von 3 Prozent.

In Rüsselsheim produziert Opel unter anderem den Insignia, in Eisenach beispielsweise den Corsa.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke