Michael Lohscheller

Geht es nach Opel-Chef Michael Lohscheller, dann wird die ehemalige GM-Tochter nach der Übernahme durch Peugeot nun weltweit wachsen. - Bild: Opel

Geplant sei, die bislang vorwiegend in Europa vertretene Marke globaler aufzustellen. Als Bedingung für die Internationalisierung nannte Lohscheller laut dem Bericht, dass jedes Exportgeschäft profitabel sein müsse.

Die langfristig angelegte Expansion in neue Märkte wie China oder Brasilien solle ein zentraler Punkt in Opels neuem Zukunftsplan sein. Diesen sogenannten 100-Tage-Plan will der Manager laut dem Magazin dem Aufsichtsrat des Rüsselsheimer Autoherstellers am kommenden Mittwoch in einer außerordentlichen Sitzung vorstellen. Am Donnerstag ist die offizielle Verkündung geplant.

Peugeot hatte Opel im Sommer von General Motors übernommen und will sie wieder profitabel machen. Peugeot-Chef Carlos Tavares hatte dem deutschen Autohersteller umfangreiche Hilfen für eine Sanierung zugesagt. Gleichzeitig forderte er aber auch einen grundlegenden Wandel, nicht zuletzt wegen zu hoher Produktionskosten. Übergeordnetes Ziel des Zukunftsplans ist, dass Opel spätestens im Jahr 2020 Gewinne schreibt.

Opel setzt auf E-Antriebe von PSA

Ein weiteres wichtiges Ziel des Plans sei, so das Magazin, Opel-Fahrzeuge mit emissionsärmeren Antrieben auszustatten. Auf diese Weise wolle Opel die künftig strengeren CO2-Grenzwerte erreichen und drohenden Milliardenstrafen entgehen. Bei der Elektrifizierung setze Opel verstärkt auf Antriebstechniken seines neuen Eigentümers PSA Peugeot Citroen. Ein Technologietransfer soll gewährleisten, dass Opel künftig ähnliche Elektroquoten erreiche wie sein Mutterkonzern. Im Jahr 2023 will der PSA-Konzern 80 Prozent seiner Modellpalette mit einem E-Antrieb anbieten.

Ein Opel-Sprecher wollte sich zu dem Plan auf Nachfrage nicht äußern.

  • PSA,Citroën,Citroen,DS

    Die Marke DS („Distinctive Series“) gibt es erst seit 2009. Die Fahrzeuge lehnen sich stark an das der Schwester Citroën an. Der Markenname ist eine Hommage an die "Göttin", den Citroën DS, der bis 1975 produziert wurde. - Bild: DS

  • PSA,Peugeot

    Peugeot ist seit 1976, als die Marke mit dem Löwen Citroën übernahm, Teil von PSA. Schon im Jahr 1891 startete die Serienproduktion. Damit ist Peugeot die älteste noch existierende Automarke der Welt. - Bild: PSA

  • PSA,Citroën, Citroen

    Citroën ist die zweite große Automarke in der PSA Gruppe. Die Franzosen hatten in ihren glorreichen Tagen so legendäre Fahrzeuge wie den "Ente" genannten 2CV (Bild) oder die "Göttin" DS im Programm. Noch heute hat Citroën vom Kleinwagen bis zum Transporter alles im Programm. - Bild: Citroën

  • PSA

    Das Grundgerüst der PSA Gruppe bilden die Automarken Peugeot, Citroën und DS. Aber zum Konglomerat der Franzosen gehört noch viel mehr. - Bild: PSA

  • PSA,Bank

    Die Banque PSA Finance mit Sitz in Paris (Deutschlandsitz ist Neu-Isenburg) ist die Finanztochter von PSA. Die Bank hat eine Bilanzsumme von rund 28,72 Milliarden Euro.

  • PSA,Faurecia

    Die PSA-Tochter Faurecia ist einer der zehn weltweit größten Automobilzulieferer. Die Franzosen haben insgesamt rund 103.000 Mitarbeiter an 330 Standorten in 34 Ländern (im Bild das indische Puna). Der Jahresumsatz betrug 2015 insgesamt 20,7 Milliarden Euro. - Bild: Faurecia

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    Peugeot Citroën Moteurs (PCM) - oder PSA Powertrains - ist das Motorenunternehmen der Gruppe. PCM baut etwa 50.000 Motoren pro Jahr. Dazu kommen noch Achsen und Getriebe, die an rund 120 Kunden weltweit gehen. - Bild: PSA

  • PSA,Peugeot;Scooter,Roller,Motorcycles

    Peugeot Motocycles baut Zwei- und Dreiräder. Sitz der Firma und größter Produktionsstandort ist Mandeure. Größter Anteilseigner ist aber nicht PSA sondern der indische Automobilhersteller Mahindra & Mahindra Limited. - Bild: Yann Forget / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

  • PSA,PCA

    Process Conception Ingénierie (PCI) ist ein Designer und Hersteller von Bearbeitungssysteme von Maschinen für die spanende Fertigung. Die Maschinen werden vor allem in der Automobil- und Flugzeugindustrie eingesetzt. - Bild: PCI

  • Opel GT Studie

    Nun soll also bald auch Opel zu PSA gehören. Die Franzosen verleiben sich sich den Rüsselsheimer Autobauer - hier das GT Concept - für 1,3 Milliarden Euro ein. - Bild: Opel