Opel Eisenach Produktion

Opel will sich von Mitarbeitern trennen. - Bild: Opel

Das mit dem Betriebsrat abgestimmte Programm richtet sich an Beschäftigte, die bislang nicht für den Vorruhestand oder die Altersteilzeit in Frage gekommen sind. Nach Informationen der Zeitung Wirtschaftswoche sollen pro Mitarbeiter bis zu 275.000 Euro brutto gezahlt werden.

Dem Vernehmen nach könnte diese Obergrenze nach bestimmten Kriterien sogar noch überschritten werden, wenn Beschäftigte beispielsweise mehrere Kinder haben und sich sehr schnell entscheiden. Manager und Auszubildende sollen von den neuen Abfindungen ausgenommen sein.

Für die übrigen soll das "Prinzip der doppelten Freiwilligkeit" gelten. Opel könnte also dem Abfindungswunsch unentbehrlicher Mitarbeiter widersprechen. Das Unternehmen nannte keine Zielgrößen für den möglichen Gesamtaufwand und die Zahl der Mitarbeiter, die gehen sollen. Auch zu den bereits seit Monaten laufenden Programmen Vorruhestand und Altersteilzeit machte ein Opel-Sprecher keine genaueren Angaben. Beides werde aber sehr gut angenommen.

Strikte Sparvorgaben aus Frankreich

Opel hat zu viel Personal an Bord, um die strikten Sparvorgaben des neuen Mutterkonzerns PSA erfüllen zu können, der Opel im vergangenen August von General Motors übernommen hat. Die Sanierung soll ohne Entlassungen und Werkschließungen ablaufen, hatten PSA-Chef Carlos Tavares und Opel-Chef Michael Lohscheller versprochen.

In Europa beschäftigt Opel nach eigenen Angaben mehr als 35.600 Menschen, davon mehr als 19.000 an den deutschen Standorten Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach. Der Autobauer soll im Jahr 2020 einen operativen Gewinn von zwei Prozent des Umsatzes abliefern. Abfindungen wären dann bereits als Restrukturierungsaufwand verbucht und würden die PSA-Bilanz nicht weiter belasten.