Der CEO des Autobauers Opel, Nick Reilly, will die laufende Restrukturierung des Unternehmens im laufenden Jahr zum größten Teil abgeschlossen haben.

BILBAO (Dow Jones/ks)–Nur noch kleinere Aufgaben würden dann im kommenden Jahr zu lösen sein, sagte der Manager am Dienstag am Rande einer Konferenz in Bilbao. Die Rückkehr in die Gewinnzone habe natürlich oberste Priorität.

Den eigenen Markteil sieht Opel dank der überarbeiteten Modelle Meriva und Astra im zweiten Halbjahr auf etwas über 9% steigen. Derzeit liegt er noch knapp unter 9%.

Um Opel wieder profitabel zu machen will GM die Kapazitäten des Rüsselsheimer Traditionskonzerns um etwa ein Fünftel eindampfen, was europaweit etwa 8.300 von rund 48.000 Stellen kosten wird. An den vier deutschen Standorten in Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern sollen etwa 4.000 der verbliebenen 25.000 Arbeitsplätze wegfallen. Geschlossen werden soll nur das Werk im belgischen Antwerpen. Reilly sagte nun, der Restrukturierungsplan bleibe größtenteils unverändert.

Seit GM im vergangenen Jahr aus der Insolvenz zurückgekommen ist, hat das Europageschäft in Summe rund 1,3 Mrd Dollar Verluste angehäuft.