Osram Gewinn

Der Osram-Konzern hat im dreitten Quartal 2016 weniger verdient. Als Grund wird der Verkauf des Lampengeschäfts genannt. - Bild: Osram

Nach Steuern verdiente das Unternehmen 28 Millionen Euro, nach 64 Millionen im Vorjahr. Operativ konnte der Konzern jedoch weiter zulegen, wie Osram mitteilte.

Das bereinigte EBITA stieg um 12,7 Prozent auf 145 Millionen Euro, die entsprechende Marge auf 10,1 von 9,5 Prozent. Dabei konnte das Geschäft mit optoelektronischen Halbleitern sein bereinigtes EBITA steigern, während die Sparte Spezialbeleuchtung weniger verdiente als im Vorjahr. Der Bereich Lighting Solutions & Systems erreichte den Breakeven.

Der Umsatz wuchs deutlich um 6,6 Prozent auf rund 1,44 Milliarden Euro. Währungs- und portfoliobereinigt lag das Plus bei 11 Prozent. Etwa die Hälfte dieses Wachstums entfiel Osram zufolge auf vorgezogene Lieferungen, welche vor dem Hintergrund der Trennung der IT-Systeme von Osram und des Lampengeschäfts im dritten Geschäftsquartal vorgenommen wurden.

Die drei Kerngeschäfte Spezialbeleuchtung, optoelektronische Halbleiter sowie Lighting Solutions & Systems trugen mit zweistelligen Raten zu dem nominalen Wachstum bei. Das Lampengeschäft, welches an ein chinesisches Konsortium um den chinesischen LED-Hersteller MLS verkauft wird, war leicht rückläufig.

Prognose bereinigt

Analysten hatten ein Nettoergebnis von 41 Millionen, ein bereinigtes EBITA von 147 Millionen und einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro erwartet.

Die Prognose wurde bekräftigt. Die bereinigte EBITA-Marge soll demnach über 10 Prozent steigen und der vergleichbare Umsatz über dem Vorjahr liegen. Der Konzerngewinn dürfte wegen des Verkaufs der Felco-Anteile stark steigen. In dem Ausblick ist das Lampengeschäft noch enthalten.

Der freie Cashflow wird Osram zufolge von hohen Investitionen sowie Sondereffekten wie der Sonderdotierung des Pensionsvermögens beeinflusst und dürfte im niedrigen bis mittleren negativen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen.