PSA Peugeot Citroën und sein chinesischer Partner Dongfeng wollen rund 200 Millionen Euro in die

PSA Peugeot Citroën und sein chinesischer Partner Dongfeng wollen rund 200 Millionen Euro in die Entwicklung einer neue Plattform investieren. - Bild: PSA

Beide Unternehmen wollen rund 200 Millionen Euro in die Entwicklung einer neue Plattform investieren. Diese gemeinsame Plattform soll als Basis für die nächste Kleinwagengeneration beider Konzerne dienen.

Diese Autos sollen 2019 auf den Markt kommen, so Peugeot. Durch die gemeinsame Architektur erhalten die Franzosen nach eigenen Angaben Zugriff auf das Zuliefernetzwerk von Dongfeng. Dadurch werde es möglich, die ehrgeizigen Kostenziele zu erfüllen.

Die Investition, zu der Peugeot 60 Prozent beisteuert, wird zum Teil auch in ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum fließen. Ein Team von Dongfeng-Ingenieuren werde im wichtigsten technischen Zentrum der Franzosen in Vélizy-Villacoublay arbeiten.

Die auf einer Pressekonferenz in Schanghai angekündigte Vereinbarung signalisiert eine engere Verbindung zwischen den beiden Unternehmen. Dongfeng hält bereits 14 Prozent an Peugeot, seitdem die Chinesen letztes Jahr 800 Millionen Euro investiert haben. Außerdem hat Peugeot in China 2014 erstmals mehr Autos verkauft als auf dem Heimatmarkt.

“Es war aufregend und lohnend”, sagte Peugeot-Chef Carlos Tavares mit Blick auf das erste Jahr der Partnerschaft. “Unsere Verkäufe in China sind beträchtlich und wachsen immer noch.” Sie leisteten damit einen wichtigen Beitrag zur Erholung von PSA. Die neue Plattform sei flexibel und könnte so viele Modelle hervorbringen wie gebraucht werden. Sie ziele aber auf das Kleinwagensegment ab.

“Wir haben vollstes Vertrauen in die Verjüngung von PSA”, sagte Dongfeng-Chairman Xu Ping.

Peugeot hat zwar in China große Fortschritte gemacht, hängt aber hinter anderen ausländischen Herstellern wie Volkswagen oder Nissan deutlich hinterher. Peugeot habe nur einen Marktanteil von 4 Prozent in einer überschaubaren Bandbreite von Autos, sagte Autoanalyst Phillipe Houchois von UBS. Überdies fehlten den drei Marken des Konzerns – Peugeot, Citroen und DS – im chinesischen Markt ein klares Profil.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke