Pfeiffer Vacuum,Umsatz,Gewinn

Mit der Entwicklung zu Beginn des zweiten Quartals zeigte sich Pfeiffer Vacuum "sehr zufrieden. - Bild: Pfeiffer Vacuum

Pfeiffer Vacuum sei strategisch, technologisch und finanziell "sehr gut" aufgestellt, um als unabhängiges Unternehmen von den langfristigen Wachstumspotenzialen in der Vakuumindustrie zu profitieren. "Wir bieten unseren Aktionären damit eine attraktive Langfristperspektive", erklärte der Pfeiffer-Vacuum-Chef weiter.

Umsatz- und Gewinnwachstum im ersten Quartal

In den ersten drei Monaten 2017 hat der Konzern mit Sitz im mittelhessischen Aßlar dank einer guten Entwicklung in allen Marktsegmenten und Regionen den Umsatz um 25 Prozent auf 136,9 Millionen Euro verbessert. Das EBIT kletterte um 65,6 Prozent auf 21,4 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern wuchs auf 14,8 von 9,0 Millionen Euro. Der Auftragseingang legte um 25 Prozent auf 146,5 Millionen Euro zu.

Mit der Entwicklung zu Beginn des zweiten Quartals zeigte sich der Konzern "sehr zufrieden". Das Unternehmen habe die Entwicklung des ersten Quartals fortgesetzt, erklärte Pfeiffer Vacuum und verwies darauf, dass der aktuelle Auftragseingang zum jetzigen Zeitpunkt "deutlich über dem des Vorjahres" liege. Pfeiffer Vacuum geht davon aus, dass sich der positive Trend fortsetzen wird. Für das Gesamtjahr 2017 erwartet das Unternehmen einen "deutlichen" Umsatzanstieg gegenüber 2016. Damit einhergehen sollte eine "deutliche" Verbesserung des Betriebsergebnisses.

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Pfeiffer Vacuum weist Busch-Offerte erneut zurück

Die Busch-Gruppe aus dem Schwarzwald, ein Hersteller von Vakuumpumpen, hatte ein Übernahmeangebot für den Konzern vorgelegt. Obwohl das Ursprungsangebot bereits nachgebessert wurde, lehnt der Vorstand von Pfeiffer Vacuum die Offerte als zu niedrig ab. Pfeiffer Vacuum rief am Dienstag bei der Vorlage der Erstquartalszahlen abermals seine Aktionäre dazu auf, die Offerte der Busch-Gruppe abzulehnen. Die Busch-Gruppe habe kein strategisches Konzept zur wertsteigernden Zusammenarbeit, das den Aktionären eine attraktive Langfristperspektive biete, betonte der TecDAX-Konzern. Zudem sei der gebotene Angebotspreis nicht angemessen.

Busch hatte sein erstes Angebot im März auf 110 Euro je Aktie erhöht, womit Pfeiffer Vacuum mit über 1 Milliarde Euro bewertet wird. Die Pfeiffer-Aktie kostete am 11. April 2017, dem letzten Börsenhandelstag vor der Veröffentlichung der zweiten Angebotsunterlage durch die Busch-Gruppe, 119,95 Euro. Die Busch-Gruppe hält mittlerweile einen Anteil von rund 30 Prozent an Pfeiffer Vacuum.