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Philips meldet ein gutes zweites Quartal 2017. - Bild: Philips

Das Nettoergebnis aus den fortgeführten Geschäftsbereichen erhöhte der Konzern in den drei Monaten bis Ende Juni auf 161 von zuvor 118 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 4 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern, die bevorzugte Kennziffer zur Messung der operativen Entwicklung, stieg um 15 Prozent auf 439 Millionen Euro.

"Die Entwicklung im zweiten Quartal war solide, mit einem Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis von 4 Prozent bei Healttech, getragen von Westeuropa, Nordamerika und China. Zudem legte der Auftragseingang um starke 8 Prozent zu", sagte CEO Frans van Houten.

Philips habe einen Anstieg der bereinigten EBITA-Marge um 90 Basispunkte erreicht, angetrieben durch höhere Volumina, operative Verbesserungen und Einsparungen.

Im Einklang mit der Mittelverwendungsstrategie werde das neues Aktienrückkaufprogramm aufgelegt, sagte van Houten. Philips hatte diese Pläne Ende Juni angekündigt. Die Anteile sollen eingezogen werden.

Prognose bestätigt

Der Manager bestätigte am Montag zudem die Prognosen für das laufende Jahr. Philips sei auf dem richtigen Weg, das Wachstum des vergleichbaren Umsatzes zwischen 4 und 6 Prozent in diesem Jahr zu erreichen und eine Verbesserung der bereinigten EBITA-Marge von rund 100 Basispunkten zu erzielen.

Die Niederländer haben den Konzern jüngst umgekrempelt und konzentrieren sich nun auf Medizintechnik und Körperpflegegeräte. Die Unterhaltungselektronik wurde schon vor Jahren verkauft, die Lichttechnik im vergangenen Jahr abgespalten. In der Medizintechnik muss sich Philips dem Wettbewerb auch mit Siemens stellen, sind allerdings nicht so profitabel.

Dies soll sich aber ändern. Im Juni hat Philips die Übernahme von Spectranetics Corp, einem Spezialisten für Gefäßmedizin, angekündigt. Das lässt sich Philips einiges kosten: Die Offerte bewertet den US-Konzern mit rund 1,9 Milliarden Euro.