Der Umsatz der Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Photovoltaik in Deutschland legt im dritten Quartal 2010 um imposante 67 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu und übersteigt damit das Vorkrisenniveau. Das berichtet der VDMA.

FRANKFURT (ilk). „Auch im dritten Quartal befindet sich unsere Branche auf der Überholspur. Das ist der verdiente Lohn für unsere große Innovationskraft und unsere klaren Lösungsstrategien für die Photovoltaikfertigung. Zugpferd der positiven Entwicklung bleibt das Asiengeschäft, das konstant bei 70 Prozent des Gesamtumsatzes liegt“, erklärt Dr. Peter Fath, Technologievorstand von centrotherm photovoltaics AG und Vorsitzender des Vorstands VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel zur aktuellen Quartalsstatistik.
Die Gesamtbranche der Photovoltaik-Maschinenbauer erlebt nach dem überdurchschnittlich starken Umsatzwachstum zur Mitte des Jahres eine leichte Beruhigung der Umsatzentwicklung im dritten Quartal. Das erste Mal in diesem Jahr konnte eine deutliche Steigerung bei den Investitionen für das kristalline Back-End, den Modulbereich verzeichnet werden. Hier konnten gute 20 Prozent der Gesamtumsätze verbucht werden. Die Umsätze in der Zellfertigung bleiben mit einem Anteil von 53 Prozent größtes Segment. Über 14 Prozent der Investitionen wurden für Equipment im Bereich Polysilizium- und Waferfabriken getätigt. Weit abgeschlagen bleiben die Umsätze für Dünnschichtfabriken. Die Exportquote erreicht mit 93 Prozent einen neuen Höchststand.
Für das vierte Quartal rechnen die Meldefirmen mit einer deutlichen Belebung, so dass eine Umsatzsteigerung von 24 Prozent für das Gesamtjahr 2010 erreichbar ist. „Mit der erfreulichen Auftragsentwicklung dürfte das Jahr 2011 wiederum sehr erfolgreich für die Photovoltaik-Maschinenbauer werden. Wir gehen davon aus, die in unserer Geschäftsklima¬umfrage prognostizierten Umsatz¬steigerung von 19 Prozent zu erreichen“, schätzt Dr. Eric Maiser, Geschäftsführer von VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel. Die Auftragsreichweite der Meldefirmen steigt im dritten Quartal 2010 weiter auf 10,7 Produktionsmonate.
„Ins Auge sticht weiterhin sofort der hohe Anteil der Aufträge aus Asien. Aber auch im Inland und dem europäischen Ausland ist die Investitionsbereitschaft hoch“, berichtet Dr. Florian Wessendorf, Projektleiter bei VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel. „Nur der Produktionsausbau in Amerika wird offenbar nicht wesentlich durch die deutschen Ausrüster bestimmt. „Die Zahlen bestätigten die herausragende Positionierung unserer Branche auf den internationalen Märkten. Für das Jahr 2011 bin ich sehr optimistisch und erwarte glänzende Perspektiven für unsere Branche. Der deutsche Photovoltaik-Maschinenbau verteidigt auch weiterhin seine Schlüsselstellung bei der Photovoltaikfertigung“, betont Fath.