VW-Patriarch Ferdinand Piëch sagte seine Teilnahme an der Hauptversammlung der Porsche-Holding

VW-Patriarch Ferdinand Piëch sagte seine Teilnahme an der Hauptversammlung der Porsche-Holding kurzfristig ab. - Bild: VW

Das sagte ein Sprecher der Porsche SE. Zu dem Grund von Piëchs Fernbleiben konnte der Sprecher nichts sagen. Normalerweise nehme er an den Sitzungen teil, sagte er weiter.

Die Porsche SE ist vollständig im Besitz der Familien Porsche und Piëch. Die Holding ist Mehrheitseigner von Volkswagen. Ende April war Piëch von all seinen Ämtern im VW-Konzern zurückgetreten, nachdem er sich zunächst vom Konzernchef Martin Winterkorn distanziert und anschließend einen Machtkampf um die Konzernführung verloren hatte. Mächtige Mitglieder im VW-Aufsichtsrat, darunter die Arbeitnehmervertreter, das Land Niedersachsen und Familienmitglieder, hatten sich gegen ihn gestellt. Im Aufsichtsrat der Porsche SE ist Piëch jedoch nach wie vor Mitglied. Sein Cousin Wolfgang Porsche führt als Vorsitzender den Aufsichtsrat der Porsche SE. Chef der Holding ist Martin Winterkorn.

Müller und Winterkorn wollen Zusammenarbeit mit Piech fortsetzen

Während eines Rundgangs durch eine Porsche-Ausstellung im Vorfeld der Aktionärsversammlung sagte Wolfgang Porsche: “Ich kann Ihnen versichern: Auch künftig werden wir unsere Verantwortung als Großaktionär für den Volkswagen-Konzern und seine 600.000 Mitarbeiter wahrnehmen”. Auf die Frage, ob das für alle Familienmitglieder, also auch Ferdinand Piëch gelte, sagte Porsche: “Wahrscheinlich ja”.

Porsche-Chef Matthias Müller und VW-Chef Winterkorn nahmen auch an dem Rundgang teil. Müller und Winterkorn sagten auf Nachfrage, dass sie die Zusammenarbeit mit Piëch so fortsetzen wollten wie bisher auch. Man habe über 30 Jahre erfolgreich zusammengearbeitet, sagte der VW-Konzernchef.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke