Stammsitz von Striko-Westofen in Wiehl: Das Unternehmen hat eine einstweilige Verfügung gegen

Stammsitz von Striko-Westofen in Wiehl: Das Unternehmen hat eine einstweilige Verfügung gegen seinen Konkurrenten erwirkt (Bild: Striko-Westofen).

FRANKFURT (ks). (Ergänzung vom 12.12.2011: ZPF Foundry 4 hat inzwischen klargestellt, dass es alle “ThermDos”-Öfen der neuen Modellreihe weiterhin produzieren will und seinerseits eine Einstweilige Verfügung beim Landgericht Köln erwirkt, die es Striko-Westofen unter anderem untersagt, zu behaupten, “mit der ThermDos-Produktreihe sei es jetzt erstmal vorbei”, wie Striko-Westofen dies in einer Pressemitteilung getan hatte. Der Beschluss gegen ZPF Foundry4 betrifft demnach ausnahmslos Modelle, die nicht mehr im Programm sind.)

Im Rahmen von Hausdurchsuchungen sei der Verdacht zweifelsfrei bestätigt worden, teilte Striko-Westofen mit. Eine entsprechende einstweilige Verfügung habe das Landgericht Frankfurt am Main am 28. November erlassen.

ZPF Foundry 4 ist ein hessisches Tochterunternehmen der ZPF Gruppe (Siegelsbach/ Baden-Württemberg), das sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Dosieröfen für Gießereien spezialisiert hat. Bei einer Durchsuchung der Privat- und Geschäftsräume eines Firmengründers von ZPF Foundry 4 sei das belastende Datenmaterial gefunden und beschlagnahmt worden, so Striko-Westofen. Auf den sichergestellten Zeichnungen befanden sich demnach teilweise noch das Firmenlogo und Erstellungsvermerke von Striko-Westofen.

Dem Unternehmen zufolge waren der Firmengründer von ZPF Foundry 4 sowie weitere leitende Mitarbeiter zuvor jahrelang bei Striko-Westofen als Angestellte beschäftigt. „Mit dem Beschluss des Landgerichtes Frankfurt ist jetzt sichergestellt, dass wir als Innovations-Führer weiterhin in die Entwicklung von Dosiertechnologien investieren können, ohne dabei unlauterem Wettbewerb von Nachahmern ausgesetzt zu sein“, erklärte Striko-Westofen-Geschäftsführer Rudolf Riedel.

Laut einstweiliger Verfügung darf das Unternehmen ZPF Foundry 4 künftig weder die sichergestellten Konstruktions-Zeichnungen noch die daraus entwickelten Dosieröfen im geschäftlichen Verkehr nutzen. Bei jeder Zuwiderhandlung droht ZPF Foundry 4 ein Ordnungsgeld von maximal 250.000 Euro oder ersatzweise Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten, so der Konkurrent.