STUTTGART (Dow Jones/Handelsblatt/rm). Das berichtet das “Handelsblatt” (Freitagausgabe) unter Berufung auf Konzernkreise. Bisher ist Porsche mit jeder neuen Baureihe deutlich gewachsen. Die neuen Modelle sorgen für Schwung, wahrend der Klassiker 911 eher schwächelt.

Bei der fünften Baureihe soll es sich um einen Geländewagen handeln, einen kleineren Bruder des Cayenne. Mit der Entwicklung dieses Fahrzeugs wolle Porsche einen Markt erschließen, der bisher vor allem BMW und Mercedes vorbehalten war.

Für die Umsetzung von Piechs Plänen soll laut Handelsblatt ein neuer Chef in Zuffenhausen sorgen. Bereits im Juli werde Konzernkreisen zufolge Volkswagens bisheriger Chefstratege Matthias Müller an die Spitze der Porsche AG rücken. Der habe bereits bei Audi erfolgreich neue Modelle entwickelt, den A4 und A5. Intern sei die Entscheidung gefallen, auch wenn die Zustimmung der Gremien noch fehle. Der bisherige Porsche-Chef Michael Macht soll nach Information des Handelsblatts in den VW-Konzernvorstand wechseln.

Als strategisches und technisches Vorzeigeprojekt soll Porsche zudem die Entwicklung und den Bau der spektakulären Studie 918 Spyder vorantreiben. Der mehr als 500 PS starke Hybrid-Sportwagen mit Benzin- und Elektroantrieb war der Blickfang des Genfer Autosalons im März. Branchenkreisen zufolge soll der voraussichtlich gut eine halbe Million Euro teure Wagen von Hand in einer neuen Manufaktur am Stammsitz Zuffenhausen gefertigt werden. Das Projekt sei Teil des Verhandlungspakets zur Standortsicherung, das Betriebsrat und Management derzeit verhandeln. Dem Handelsblatt liegt ein Papier vor, das den Stand der Verhandlungen skizziert.

Bei Porsche war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.