Frank Asbeck

Solarworld-Chef Frank Asbeck: Sein Unternehmen stellt Insolvenzantrag. - Bild: Solatworld

Der Vorstand sei nach umfassender Prüfung zu der Überzeugung gelangt, dass im Zuge des aktuellen Geschäftsverlaufs und der weiter voranschreitenden Preisverwerfungen keine positive Fortbestehensprognose mehr bestehe, die Gesellschaft damit überschuldet sei und somit eine Insolvenzantragspflicht vorliege, heißt es in einer Mitteilung.

Für die Tochtergesellschaften des Unternehmen werde vor diesem Hintergrund die jeweilige Insolvenzantragspflicht geprüft, teilte Solarworld weiter mit.

Das Unternehmen hatte bis zuletzt mit einer immer weiter schwindenden Liquidität zu kämpfen. Was die bevorstehende Insolvenz für den weiter laufenden Rechtsstreit mit dem US-Siliziumlieferanten Hemlock bedeutet, bleibt abzuwarten. Vor Gericht geht es dabei um die für Solarworld gewaltige Summe von 800 Millionen US-Dollar.

Zudem müssen bis 2019 rund 350 Millionen Euro an Krediten und Anleihen zurückgezahlt werden, hieß es bei der Vorlage der Erstquartalszahlen Ende April.