DÜSSELDORF (hi). „Die Politik hat die Bedeutung innovativer Medizintechnik für ein leistungsfähiges Gesundheitssystem und als Wachstumsbranche erkannt. Wir hoffen, dass sich damit auch die Voraussetzungen für Investitionen in Deutschland verbessern”, sagte Jochen Franke, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Elektromedizinische Technik, anlässlich der heute eröffneten Weltleitmesse Medica in Düsseldorf.

 Der Umsatz der Mitgliedsunternehmen des ZVEI-Fachverbands Elektromedizinische Technik hat sich im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum stabilisiert. „Für das laufende Jahr rechnen wir erneut mit einem Gesamtumsatz zwischen 1,1 und 1,2 Milliarden Euro auf dem deutschen Markt”, erklärte Franke. Bislang werden in Deutschland innovative Produkte allerdings noch zu wenig genutzt. Der Investitionsstau von 15 Mrd Euro in der deutschen Medizintechnik belastet die Branche und das Gesundheitssystem.

 Den Stellenwert der deutschen Medizintechnik unterstrichen die Bundesministerien für Gesundheit, Wirtschaft und Forschung auf einer gemeinsamen Branchenkonferenz im Sommer. Die Ergebnisse des ressortübergreifenden Treffens fließen in den Strategieprozess Medizintechnik ein, den der ZVEI in seiner inhaltlichen Ausrichtung weiterhin aktiv unterstützt.