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Vorstand und Betriebsrat von Porsche haben sich auf eine Lösung bei Werkverträgen verständigt. - Bild: Porsche

Das Abkommen werde den Umgang mit Werkverträgen "enorm verändern", sagte der Porsche-Gesamtbetriebsratschef Uwe Hück der "Stuttgarter Zeitung". Er sei nicht gegen Fremdvergaben. "Aber wir wollen anständige Verträge haben - die Mitbestimmung darf nicht umgangen, und Menschen dürfen nicht von Subunternehmen ausgebeutet werden."

Aus Sicht von Hück hat die Vereinbarung "Vorbildcharakter" in der Metall- und Elektroindustrie. In der IG Metall sei die sachbezogene Mitbestimmung auf "hohe Zustimmung" gestoßen. Auch der Gesamtbetriebsratschef von Volkswagen, Bernd Osterloh, wolle Vergleichbares einführen, werde es aber anders umsetzen. "Es wird einen Kulturwandel in Deutschland geben", sagte Hück. "Viele Betriebsräte wollen das haben - jetzt brauchen wir nur die Arbeitgeber, die das genauso sehen."

Die Vereinbarung gelte für die Standorte Stuttgart-Zuffenhausen und Weissach. Auf den Standort Leipzig solle das Modell im ersten Halbjahr 2016 "eins zu eins" übertragen werden, wie Hück sagte. Vorgesehen sei für Leipzig ein zweigleisiges Verfahren: Mit der IG Metall und dem Arbeitgeber sei ein Dienstleistungs-Tarifvertrag in der Planung. Was heute fremdvergeben werde wie Instandhaltung oder Teile der Logistik, wolle der Betriebsrat in den Tarifvertrag holen.