Im Ende Juli zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2009/2010 fuhr Porsche einen Umsatz von 7,8 Mrd Euro ein, ein Plus von 18%.
FRANKFURT (Dow Jones/gk). Porsche hat im vergangenen Geschäftsjahr mit dem Verkauf seiner Sportwagen so viel eingenommen wie nie zuvor. Im Ende Juli zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2009/2010 fuhren die Stuttgarter einen Umsatz von 7,8 Mrd Euro ein, ein Plus von 18%, wie die Porsche AG am Mittwoch auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. “Porsche wird den positiven Trend auch im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen”, kündigte der scheidende Vorstandsvorsitzende Michael Macht an. Die Schwaben setzen dabei vor allem auf den Geländewagen Cayenne und die neue Sportlimousine Panamera.

 Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte Porsche mit 81.850 Sportwagen knapp 9% mehr verkauft als im schwachen Vorjahr. Die Stuttgarter verdanken diesen Erfolg vor allem dem im September 2009 weltweit eingeführten Panamera, der sich seither 20.615 Mal verkaufte. Der Bestseller blieb trotz des Modellwechsels im Frühjahr erneut der Geländewagen Cayenne mit 29.855 Wagen. Das waren jedoch knapp 13% weniger als im Vorjahr. Auch wenn Porsche von seinem Traditionsmodell zuletzt mehr tEuroere Turbo-Versionen absetzen konnte, verkaufte sich der 911er 27% schlechter als im Vorjahr. Der kleinere Boxster verbuchte ein Minus von gut einem Zehntel.

Wie viele andere Luxusanbieter profitierte Porsche zuletzt vor allem vom Boom in China. Während sich die Kunden in Deutschland zurückhielten, kauften die Chinesen knapp 48% mehr Sportwagen aus Zuffenhausen. In Europa verbuchte Porsche im vergangenen Geschäftsjahr ein leichtes Plus von gut 1%, in Nordamerika waren es knapp 5%.

Damit verabschiedet sich Michael Macht mit guten Zahlen. Zum 1. Oktober wechselt er als Produktionsvorstand zu Volkswagen, unter dessen Dach Porsche nach der missglückten Übernahme der Wolfsburger als zehnte Marke schlüpft. Matthias Müller, bisher Leiter Produktplanung, Produktmanagement und Modellreihen bei VW, übernimmt dann den Chefposten bei Porsche.

An der Börse überraschten die Zahlen zunächst positiv und ließen den Kurs der Vorzugsaktien um 1,7% steigen. Im Laufe des Vormittages gab das Papier jedoch einen Teil seiner Gewinne ab und notierte gegen 10.30 Uhr bei 35,76 Euro, ein Plus von 0,7%.