Porsche Mission E

Grünes Licht für Mission E: Der erste rein elektrisch angetriebene Porsche kommt auf die Straße. - Bild: Porsche

Das teilte die Volkswagen-Tochter am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung mit und bestätigte damit, was der frühere Vertriebsvorstand des Sportwagenherstellers, Bernhard Maier, schon im September in einem Interview mit Dow Jones Newswires gesagt hatte.

Mit den Investitionen wird Porsche nach den Angaben von Freitag unter anderem die Kapazität seines Werks in Zuffenhausen erweitern, wo dadurch rund 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen sollen. Allein für den Ausbau in Zuffenhausen gibt Porsche etwa 700 Millionen Euro aus, wie das Unternehmen mitteilte.

In dem Werk soll der Elektro-Porsche mit rund 600 PS Leistung und einer Batteriereichweite von etwa 500 Kilometern entstehen. Ein entsprechendes Konzeptfahrzeug stellte Porsche schon bei der Internationalen-Automobilausstellung (IAA) vor zweieinhalb Monaten vor. Mit der Entscheidung für den Bau eines solchen Elekro-Sportwagens reagiert Porsche offenkundig auch auf den Erfolg des amerikanischen Konkurrenten Tesla.

In der Automobilindustrie herrscht derzeit allerdings Streit über die Frage, ob schon heute rein elektrisch angetriebene Autos mit mehreren Hundert Kilometern Reichweite sinnvoll sind. Wenn es um die Reduzierung des CO2-Ausstoßes gehe, kämen solche Fahrzeuge "nicht gut weg", sagte auf der IAA der BMW-Finanzvorstand Friedrich Eichiner. Bei der Produktion der dafür benötigten Batterien entstehe derart viel Treibhausgas, dass dies im späteren Betrieb nicht wieder aufzuholen sei. Gleichwohl stellte jüngst auch die Volkswagen-Tochter Audi ein Konzeptfahrzeug mit rund 500 Kilometern rein elektrischer Reichweite vor.