Porsche Mission E

Für den Elektro-Sportwagen sind Porschemitarbeiter bereit, Sparmaßnahmen zu akzeptieren. Foto: Auto-Medienportal.net,Thomas Bräunig.

"Wir mussten einen Ausgleich finden zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Gerechtigkeit. Das ist uns gelungen", sagte Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück der Zeitung Automobilwoche. Ein Sprecher des Betriebsrats bestätigte den Bericht.

Anfang Dezember hatte der Porsche-Aufsichtsrat die Produktion des elektrischen Sportwagens beschlossen. Porsche investiert dafür rund 1 Milliarde Euro, beispielsweise für eine Kapazitätserweiterung am Stammsitz Zuffenhausen, die allein 700 Millionen Euro kostet. Es sollen etwa 1.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Die Porsche-Beschäftigten ließen sich im Gegenzug auf Zugeständnisse ein. So sollen allein kleinere Beschränkungen bei den Gehaltserhöhungen der rund 13.000 Mitarbeiter in Zuffenhausen und Weissach in den neun Jahren bis 2025 etwa 200 Millionen Euro einsparen, hieß es in dem Bericht der Automobilwoche weiter. Zudem sollen Sonderzahlungen künftig nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit gestaffelt werden. Die 34-Stunden-Woche in Zuffenhausen, deren Regelung Ende des nächsten Jahres ausläuft, wird wieder um eine Stunde verlängert. Insgesamt summierten sich die verschiedenen Maßnahmen auf mehrere hundert Millionen Euro, hieß es in dem Bericht weiter.

Ein Porsche-Sprecher bestätigte, dass es zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite Verhandlungen über Maßnahmen gegeben habe, wie die Produktion des E-Autos wirtschaftlich in Zuffenhausen ermöglicht werden könne. Dabei sei über diverse Maßnahmen diskutiert und auch ein Paket beschlossen worden. Details zu den einzelnen Maßnahmen wollte der Sprecher zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht nennen.