Ferdinand Piech

Ferdinand Piech stellt sich der Wiederwahl auf der Hauptversammlung der Porsche SE. - Bild: VW

Das Ergebnis nach Steuern soll auf 2,1 Milliarden bis 3,1 Milliarden Euro steigen, sagte Hans Dieter Pötsch, Vorstandsvorsitzender der Porsche SE, während der Hauptversammlung. Vergangenes Jahr hatte die Beteiligungsholding einen Gewinn von 1,37 Milliarden Euro erzielt.

Im Fokus des Aktionärstreffens steht neben der finanziellen Entwicklung die Wiederwahl von Ferdinand Piech in das Kontrollgremium von Porsche. Der frühere VW-Chef und Großaktionär hatte vor kurzem seine Beteiligung von rund 15 Prozent an der Porsche SE mit einem Marktwert von über 1 Milliarden Euro an seinen Bruder Hans Michel Piech verkauft. Der Deal ist final aber noch nicht abgeschlossen, daher kandidiert Piech nochmals für den Aufsichtsrat.

Die Porsche SE hält rund 52 Prozent der VW-Stammaktien und kontrolliert daher den Wolfsburger Konzern.

Piech saß nach seinem Abgang als VW-Chef bis 2015 im Aufsichtsrat. Damals verlor er den Machtkampf mit dem damaligen Vorstandschef Martin Winterkorn und musste aus dem VW-Kontrollgremium ausscheiden. Der Skandal um manipulierte Abgaswerte kostete wenig später Winterkorn das Amt.

Bei der Aufarbeitung des Skandals belastete Piech später diverse Aufsichtsräte, unter anderem auch seinen Cousin Wolfgang Porsche.

Diese Marken gehören zum VW-Konzern

  • Volkswagen, Muttergesellschaft

    1934 konstruierte Ferdinand Porsche den ersten Volkswagen. Heute ist VW die Stammmarke des größten europäischen Automobilherstellers. Mit über 70 Modellen deckt VW alle wichtigen Bereiche des Teilmarktes ab. - Bild: Volkswagen AG

  • Audi, Volkswagen, Tochterunternehmen

    Audi ist einer der führenden Premiumhersteller weltweit und wurde 1965 die erste Tochtergesellschaft der Volkswagen AG. 2016 verkaufte Audi rund 1,8 Millionen Fahrzeuge weltweit. - Bild: Audi AG

  • Ducati, Audi, Volkswagen, Tochterunternehmen

    Die 1926 gegründete italienische Motorradmarke wurde 2012 von der Tochterfirma Audi gekauft und ist somit auch Teil des VW Konzerns. - Bild: Stefan Krause

  • Lamborghini, Audi, Volkswagen, Tochterunternehmen

    Lamborghini ist ein italienischer Automobilhersteller, der seit 1963 Sportwägen produziert. Als Audi 1998 das Unternehmen kaufte, wurde der Kleinserienhersteller auch Teil des Volkswagenkonzerns. - Bild: Automobili Lamborghini S.p.A.

  • Bugatti, Volkswagen, Tochterunternehmen

    Die kleinste Stückzahl im VW Konzern produziert die 1998 gekaufte Marke Bugatti. Auf dem diesjährigen Genfer Autosalon stellt Bugatti sein neues Model - den Chiron - vor. Von nur 500 produzierten Modellen sind bereits 250 verkauft. - Bild: Clèment Bucco Lechat

  • Porsche, Volkswagen, Tochterunternehmen

    Porsche lieferte 2015 225.000 Fahrzeuge aus und gilt damit als weltweit erfolgreichster Sportwagenhersteller. Seit 2012 gehört Porsche zum VW Konzern. - Bild: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG

  • Bentley, Volkswagen, Tochterunternehmen

    Bentley fertigt Automobile der Luxusklasse und ist als offizieller Hoflieferant des britischen Königshauses bekannt. 1998 kaufte VW den britischen Hersteller und ist seitdem Teil des Konzerns. - Bild: Bentley Motors

  • Seat, Volkswagen, Tochterunternehmen

    Seat produziert 11 verschiedene Modelle und liefert mehr als 400.000 Fahrzeuge an seine Kunden aus. 1986 wurde der Autobauer Teil des Konzerns. - Bild: SEAT

  • Skoda, Volkswagen, Tochterunternehme

    Seit 1986 gehört Skoda zu Volkswagen und hat die Auslieferungen seitdem mehr als versechsfacht. Aktuell produziert der tschechische Hersteller sechs Modellreihen. - Bild: ŠKODA AUTO Deutschland GmbH

  • VW Nutzfahrzeuge, Volkswagen

    VW Nutzfahrzeuge ist seit knapp 60 Jahren eine eigenständige Marke der VW AG und für die Produktion von Nutzfahrzeugen zuständig. - Bild: Volkswagen AG

  • Scania, Volkswagen, Tochterunternehmen

    Die schwedische Marke Scania ist einer der weltweit führenden Hersteller von Nutzfahrzeugen. Seit 2008 ist sie ein Tochterunternehmen der VW AG. - Bild: Scania

  • MAN, Volkswagen, Tochterunternehmen

    Der dritte Nutzfahrzeughersteller im Bunde ist MAN. Mit 75,28 Prozent besitzt VW die Mehrheit der Stammaktien. - Bild: MAN Group

Volkswagen treibt Gewinn von Porsche

Mehr als 90 Prozent der gesamten Vermögenswerte der Porsche SE besteht allein aus der Beteiligung an der Volkswagen AG. Daher wird die finanzielle Entwicklung als auch der Aktienkurs maßgeblich von dem Abschneiden des Autokonzerns beeinflusst. Trotz der weiterhin belastenden Auswirkungen aus dem Dieselskandal steigerte VW die Auslieferungen sowie den Umsatz und erzielte vergangenes Jahr wieder einen Milliardengewinn.

Neben dem Kerninvestment VW ist die Finanzholding noch mit rund 10 Prozent an dem US-Technologieunternehmen Inrix beteiligt. Die Entwicklung des Spezialisten für Echtzeitdaten, die bei der zunehmenden Vernetzung von Fahrzeugen und wichtige Rolle spielen, war laut Porsche enttäuschend. Langfristig sei man aber vom Potenzial des Unternehmens überzeugt.

Die Anträge werden auf der Hauptversammlung am Dienstag angesichts der Machtverhältnisse mit großer Wahrscheinlichkeit alle gebilligt. Die Familien Porsche und Piech kontrollieren die Beteiligungsholding.