Hans Dieter Pötsch

Die Familien Porsche und Piech stehen trotz des Abgasskandals hinter Volkswagen. Die Familien seien langfristig denkende Investoren. "Sie haben ein elementares Interesse daran, dass sich der Volkswagen-Konzern positiv entwickelt", sagte Hans Dieter Pötsch.

Die Nettoliquidität, ohne Brücksichtigung etwaiger künftiger Investitionen, wird nach Unternehmensangaben voraussichtlich zwischen 1,0 und 1,5 Milliarden Euro liegen, hieß es auf der Bilanzpressekonferenz weiter.

VW-Skandal führt zu Nachsteuerverlust bei Porsche SE

Die Porsche SE ist eine reine Beteiligungsholding und hält mehr als 50 Prozent der VW-Stammaktien. Die Familien Porsche und Piech halten wiederum alle Stammaktien an der Porsche SE. Die VW-Beteiligung steht nach Unternehmensangaben für rund 90 Prozent der Vermögenswerte der Porsche SE.

Volkswagen hatte durch die milliardenschweren Rückstellungen für den Abgasskandal im vergangenen Jahr erstmals seit 22 Jahren einen Nettojahresverlust verzeichnet. Auch die Porsche SE, die ihre Gewinne nahezu ausschließlich aus dem VW-Investment speist, hat deshalb im vergangenen Jahr einen Nachsteuerverlust von 273 Millionen Euro verbucht, nach einem Nettogewinn von 3,04 Milliarden Euro im Vorjahr.

Familien Porsche und Piech bekennen sich zu VW

Die Familien Porsche und Piech stehen trotz des Abgasskandals hinter Volkswagen. Die Familien seien langfristig denkende Investoren. "Sie haben ein elementares Interesse daran, dass sich der Volkswagen-Konzern positiv entwickelt", sagte Hans Dieter Pötsch, der Vorstandschef der Porsche SE, in seiner Rede auf der Bilanzpressekonferenz.

"Wir sind fest davon überzeugt, dass der VW-Konzern über ein langfristiges Wertsteigerungspotenzial verfügt und weiterhin intensiv daran arbeitet, die Abgasthematik schnell und vollständig aufzuklären", sagte der Manager, der in Personalunion auch Aufsichtsratschef von Volkswagen ist. Auch er musste jedoch zugeben, dass der Skandal derzeit "wie ein Schatten" über VW liege.