Porsche strebt eine Umsatzrendite von 15% und eine Kapitalrendite von 21% an. Gleichzeitig sollen

Porsche strebt eine Umsatzrendite von 15% und eine Kapitalrendite von 21% an. Gleichzeitig sollen die Investitionen für Forschung und Entwicklung um etwa 50% steigen (Bild: Porsche).

DÜSSELDORF (Dow Jones/ks)–”Priorität haben Markenstärke und Produkterlebnis, gefolgt von der Profitabilität. Mit der Strategie verpflichten wir uns zur Qualität des Produktes und werthaltigem Besitz auf Seiten unserer Kunden. Abgerundet wird sie durch unser Volumenziel”, sagte Porsche-Vorstandschef Matthias Müller dem “Handelsblatt” (Donnerstagsausgabe).

Dabei will Müller unbedingt profitabel wachsen. “Wir werden kein Volumen erkaufen. Ziel ist eine Umsatzrendite von 15% und eine Kapitalrendite von 21%”, so der Porsche-Chef. Die Expansion lässt sich das Unternehmen viel Geld kosten. “Wir werden die Investitionen und das Budget für Forschung und Entwicklung um etwa 50% aufstocken”, sagte Müller.

Porsche wolle bis 2018 mindestens 200.000 Autos verkaufen, statt vier künftig sieben Modellreihen bauen und die Beschäftigung um 50% erhöhen. Derzeit beschäftigt der Autobauer rund 13.000 Mitarbeiter. Den Absatz soll ein in Leipzig gebauter kompakter Ableger des Geländewagen Cayenne treiben, Cajun genannt. “Dieses Auto wird 2013 auf den Markt kommen”, sagte Müller. Der Cajun stehe für eine Stückzahl von 50.000 Einheiten.

Weitere neue Porsche-Modelle sind in Planung. Müller: “Im Porsche-Museum steht der 550 Spyder, der erste reinrassige Rennsportwagen von Porsche. Der gefällt mir und ich kann mir gut vorstellen, das wir unsere Kundschaft mit einer modernen Variante des berühmten James-Dean-Porsche überraschen.”

Am heutigen Donnerstag stellt der Manager den Wachstumsplan Porsches Mitarbeitern in der Zentrale in Zuffenhausen vor. “Jedes Unternehmen braucht eine Messlatte und ein Ziel. Das ist besonders wichtig für die Mitarbeiter, sonst schafft sich jeder seine eigene Welt. Und es ist wichtig angesichts der vielen neuen Mitarbeiter, die wir in den nächsten Jahren einstellen werden”, sagte Porsches Vorstandschef dem Handelsblatt.