STUTTGART (Dow Jones/ks)–Die Schwaben verdanken diesen Erfolg vor allem ihrer Sportlimousine Panamera und dem Geländewagen Cayenne. Im Zuge der Eingliederung in den Volkswagen-Konzern stellt Porsche sein normalerweise von Anfang August bis Ende Juli laufendes Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr um, weshalb die fünf Monate ein begrenzt aussagekräftiges Rumpfgeschäftsjahr sind.

Die guten Verkaufszahlen lassen aber auch auf gute Ergebnisse hoffen, womit sich der Sportwagenbauer den Investoren empfehlen will. “Im Rumpfgeschäftsjahr 2010 haben wir eine deutlich zweistellige Umsatzrendite erzielt”, erklärte Finanzvorstand Lutz Meschke. “Mit Blick auf unsere sehr solide Finanzbasis und die weltweit guten Auftragseingänge sind wir zuversichtlich, auch 2011 unseren profitablen Wachstumskurs fortzusetzen”, ergänzte er.

Die Stuttgarter schlüpfen nach der missglückten Übernahme unter das Dach der Wolfsburger, müssen aber vorher ihren Schuldenberg abbauen. Ende Juli 2010 stand der Konzern noch mit 6 Mrd Euro bei den Geldgebern in der Kreide. Den aktuellen Schuldenstand will Porsche mit den Ergebnissen der Dachgesellschaft Porsche Automobil Holding SE verkünden. Porsche will möglichst bis Ende Mai durch die Ausgabe neuer Aktien 5 Mrd EUR frisches Kapital einsammeln und wirbt dafür derzeit bei Investoren. Die ursprünglich für Ende diesen Jahres geplante Fusion könnte sich jedoch durch offene steuerliche und juristische Fragen verzögern.