Porsche 918 Spyder

Porsche kann auf ein starkes erstes Halbjahr zurückblicken. - Bild: Pixabay

Das operative Ergebnis 2017 werde leicht über dem Vorjahreswert liegen, teilte der Sportwagenhersteller mit. Im ersten Halbjahr hatte die Volkswagen-Tochter das Betriebsergebnis um 16 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro gesteigert. Da der Umsatz mit 8 Prozent auf 11,8 Milliarden Euro nicht ganz so kräftig wuchs, kletterte die Marge auf 18,1 (16,8) Prozent. Porsche ist damit weiter die Ertragsperle des VW-Konzerns. Für das Gesamtjahr bestätigte die Porsche AG das Margenziel von mindestens 15 Prozent.

Das Ergebnis des ersten Halbjahres könne nicht einfach in die Zukunft fortgeschrieben werden, erklärte Porsche-Finanzvorstand Lutz Meschke. "Unseren hohen Ausgaben für die Entwicklung des ersten rein elektrisch betriebenen Sportwagens von Porsche und die Erweiterung der Produktion am Standort Zuffenhausen stehen Einnahmen erst nach dem Verkaufsstart des Mission E Ende des Jahrzehnts gegenüber", so Meschke. Das Unternehmen investiert für das Elektro-Auto eine Milliarde Euro.

In der aktuellen Debatte um zu hohe Abgase und den Rückruf von Porsche-Fahrzeugen verwies der Sportwagenbauer am Freitag erneut darauf, selbst keine Dieselmotoren zu entwickeln und zu produzieren. Porsche muss europaweit 22.000 Cayenne mit Euro-6-Diesel wegen einer illegalen Abschalteinrichtung zurückrufen. Die in den Wagen verbauten Motoren kamen von Audi.

Porsche plant Einstieg in die Formel E

Nach Mercedes-Benz plant auch Porsche den Einstieg in die Formel E. Der Sportwagenhersteller wolle ab 2019 mit einem eigenen Werksteam mitmischen. Im Gegenzug werde das Engagement in der FIA Langstreckenweltmeisterschaft zum Saisonende 2017 beendet, teilte das Unternehmen mit. Die Neuordnung des Motorsports leitet sich aus der Porsche-Strategie 2025 ab. Das Unternehmen setzt unter anderem auf einen Mix aus GT-Fahrzeugen und vollelektrischen Sportwagen.

Die Formel E ist die erste rein elektrische Rennserie der Welt und ging 2014 erstmals an den Start. Der veranstaltende Automobilweltverband FIA, der auch die Formel 1 organisiert, will mit der Serie ein Zeichen für Elektromobilität setzen. Als Austragungsorte für die Rennen dienen Straßenkurse in Stadtzentren von Metropolen.

Mercedes-Benz hatte diese Woche den Ausstieg aus der Deutschen Touren Meisterschaft (DTM) zum Ende der Saison 2018 und für das Folgejahr ebenfalls den Start in der Formel E angekündigt. Mercedes-Benz ist auch in der Formel 1 dabei.