Auch auf dem Chinesischen Markt erfolgreich. Hier das Geschäftsgebäude in Changzhou (Bilder:

Auch auf dem Chinesischen Markt erfolgreich. Hier das Geschäftsgebäude in Changzhou (Bilder: Leoni)

NÜRNBERG (bl). Die Leoni AG nimmt ihren ertragsorientierten Wachstumskurs wieder auf: Der Konzernumsatz des Kabel- und Systemanbieters, der u. A. für die Automobilbranche tätig ist, erhöhte sich von Anfang Januar bis Ende März 2010 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 34 Prozent auf 658,5 Mio Euro (Vorjahr: 492,4 Mio Euro). Auslöser war die Konjunkturerholung im Bereich der Bordnetzsysteme und Kabelsätze – vor allem in der Region China. Aus eigener Kraft legte Leoni um 25 % zu, der Rest entfiel auf den gestiegenen Kupferpreis.

Das überraschend starke Wachstum und die Auswirkungen des Kostensenkungsprogramms führten beim Konzern-EBIT zu einer deutlichen Verbesserung um 69,8 Mio Euro auf 23,0 Mio Euro (Vorjahr: -46,8 Mio Euro). Das Konzernergebnis nach Steuern war mit 10,2 Mio Euro bereits deutlich im Plus (Vorjahr: -49,7 Mio Euro). Durch die verbesserte Nachfrage in für Leoni wichtigen Märkten waren die Kapazitäten des Unternehmens an vielen Standorten wieder voll ausgelastet, sodass auf den Einsatz von Kurzarbeit inzwischen teilweise verzichtet werden kann. Ende März 2010 beschäftigte Leoni konzernweit 50.454 Mitarbeiter gegenüber 45.007 Personen ein Jahr zuvor und 49.822 per Ende Dezember 2009. Nach den umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen im Jahr 2009 gab es im ersten Quartal 2010 keine wesentlichen Veränderungen in der Stammbelegschaft.

Die neu eröffnete Niederlassung im indischen Pune konnte bereits erste Serienprojekte akquirieren: die Fertigung von Motorkabelsätzen im Auftrag des Joint Ventures Tata Cummins sowie die Lieferung der kompletten Hochvolt-Bordnetze für die Elektroversion des Kleintransporters Tata Ace. Darüber hinaus gingen im Berichtszeitraum zusätzliche Bestellungen des japanischen Automobilherstellers Nissan, sowie aus der Nutzfahrzeugsparte von Daimler ein.

Der gute Start in das laufende Jahr gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Wie Leoni berichtet, wird sich der positive Trend, aus heutiger Sicht, im zweiten Quartal stabilisieren. Die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte lässt sich aufgrund der weiter bestehenden Konjunktur- und Finanzrisiken in einigen Ländern derzeit aber nicht abschätzen.