Andreas Heyer, Ulrich Walker

Andreas Heyer (WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH) und Ulrich Walker (Borgward Group AG) unterzeichneten ein Memorandum of Understanding. - Bild: WFB/Jan Rathke

Ein entsprechendes Memorandum of Understanding unterzeichneten die Borgward Group und die WFB Wirtschaftsförderung Bremen, teilte der Autobauer via Pressemitteilung mit. „Mit dem Kauf des Areals gehen wir konsequent den nächsten Schritt in unserer globalen Wachstumsstrategie“, sagte Ulrich Walker, Vorstandsvorsitzender der Borgward Group. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

„Wir heißen Borgward herzlich in Bremen willkommen“, ergänzte Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB. Das Güterverkehrszentrum Bremen biete mit seiner verkehrstechnischen Anbindung optimale Standortbedingungen für das Vorhaben von Borgward Group. Auch Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Hansestadt,  begrüßt Borgwards Engagement an der Weser: „Wir freuen uns außerordentlich über die Standortentscheidung von Borgward. Das Land Bremen verfügt über eine große Kompetenz in der Automobilbranche und gewinnt mit Borgward eine starke Marke mit Ambitionen, im europäischen Markt eine wichtige Rolle zu spielen, hinzu.“

50.000 Autos pro Jahr

Auf dem Areal im Güterverkehrszentrum ist in der ersten Baustufe eine sogenannte SKD-/CKD-Fertigung für bis zu 50.000 Autos pro Jahr geplant. Ziel ist es, dass je nach Bedarf und Nachfrage die Produktion von der SKD-/CKD-Fertigung in eine Vollproduktion umgewandelt werden kann.

Neben der Fertigung sind auf dem Gelände eine Teststrecke, ein Auslieferungszentrum sowie ein sogenanntes Brand-Studio geplant. Borgward plant, bis zum Anfang des Jahres 2018 mit dem Bau zu beginnen. Die Produktion soll 2019 aufgenommen werden. Die WFB beginnt bereits im Mai mit den Sandaufschüttungen für das Grundstück, das für die Erstinvestition benötigt wird. Direkt im Anschluss daran wird die Sandaufschüttung für die Expansionsfläche veranlasst.

Für die Fertigung sowie die weiteren Gebäude hat Borgward bereits einen Architekturwettbewerb gestartet. „Wir wollen auch architektonisch eine Signal setzen“, sagte Walker. Wie der OEM bereits ankündigte, sollen in Bremen zunächst rein elektrisch angetriebene Autos sowie Plug-in-Hybride vom Band laufen.

„Unsere Fertigung in Bremen wird das weltweite Kompetenzzentrum für Elektromobilität“, sagte Walker. Die E-Autos aus Bremen sind für Europa, aber auch weitere Märkte gedacht.

Industrie 4.0 in der Produktion

Die Fertigung, die Prozesse und die Einrichtungen im Borgward Werk Bremen werden sich von Beginn systemtechnisch am Industriestandard 4.0 orientieren, teilte das Unternehmen mit. Im Fokus des Fertigungsaufbaus stehe somit die intelligente, „smarte“ Fabrik. Die lokale Wertschöpfungstiefe lasse sich dabei allerdings noch nicht endgültig bestimmen.

Neben den bereits kommunizierten Borgward-Zulieferern wie Continental, Kuka, Schäffler/SKF, BorgWarner, Webasto werden bei der Fertigung vollelektrischer Fahrzeuge Bosch und der Elektronikkonzern LG für Batterien entscheidende Rollen spielen.

Mit Material von Borgward und der Wirtschaftsförderung Bremen