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Das 1st Sino-German Forum on Manufacturing (SGFM) 2017 wurde von der WGP und der University of Aeronautics and Astronautics (NUAA) in Nanjing gemeinsam ausgerichtet. - Bild: WGP

Forscher der WissenschaftlichenGesellschaft für Produktionstechnik (WGP) und ihres chinesischen Pendants, der Chinese Mechanical Engineering Society (CMES), trafen sich erstmals zu einem wissenschaftlichen Austausch über die Produktionstechnik von morgen. Das 1st Sino-German Forum on Manufacturing (SGFM) 2017 wurde von der WGP und der University of Aeronautics and Astronautics (NUAA) in Nanjinggemeinsam ausgerichtet.

Prof. Dongming Guo, Präsident der CMES, eröffnete das Forum vergangene Woche vor rund 400 Teilnehmern. „Ziel dieses Forumswar der Austausch der unterschiedlichen Sichtweisen von Industrie 4.0. Wo gibt es Synergien und Potenziale für eine Zusammenarbeit, wie sie ja auf politischer Ebene bereits mit der Kooperation der nationalen Initiativen Plattform Industrie 4.0 und Made in China 2025 vereinbart wurden?“,erläutert Prof. Eberhard Abele, Präsident der WGP und Leiter des Instituts Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen PTW der TU Darmstadt.

Ideen zu gemeinsamen Perspektiven wird Abele auch bei einem weiteren deutsch-chinesischen Treffen zu „Intelligent Manufacturing and Smart Services“ am 1. Juni 2017 in Berlin ansprechen können. Dabei wird Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang zusammenkommen und 50 chinesische Unternehmer und Produktionswissenschaftler werden über Kooperationsmöglichkeiten der nationalen Industrie-4.0-Initiativen sprechen.

An einem Strang ziehen

„In China werden Digitalisierung und Vernetzung derzeit mit enormem Tempo vorangetrieben“, berichtet Heisel, vormaliger Präsident der WGP. „Und es zeigen sich dieselben Probleme, mit denen wir auch hierzulande zu tun haben. Das haben die Vorträge beider Seiten, aber auch die sehr angeregten Diskussionen schnell klar gemacht.“

Deutschland bleibt erfinderisch

Thematisiert wurden unter anderem die Grenzen des Additive Manufacturing, etwa bezüglich der Tauglichkeit für Massenprodukte oder der erreichbaren Festigkeiten der Werkstoffe. Auch organisatorische Fragen, etwa zu Abläufen in digitalisierten und vernetzten Produktionsstätten, wurden angesprochen. 

Ergänzend zur Plenumsveranstaltung fand in Taicang ein Treffen mit hochrangigen Vertretern der Commercial Aircraft Corporation of China Ltd. (COMAC) statt, dem Hersteller des ersten chinesischen Airbus. Hier tauschten sich die Experten über „Trends und Anwendungen auf dem Weg zu einer intelligenten Fertigung in der zivilen Luftfahrt“ aus.

Und auch hier zeigte sich, dass durch die Bündelung der Kompetenzen das Ziel „Luftfahrt 4.0“ leichter und schneller erreichbar werden könnte. „Aus diesem Grund wollen wir den Austausch und gemeinsame Forschungsprojekte weiter vorantreiben“, so Heisel, der Abele in China vertrat.

Zusammenarbeit verfestigt sich bereits

Eine ganze Reihe von WGP-Instituten verfügen bereits über enge Kontakte zu chinesischen Universitäten, wie etwa das Darmstädter PTW, WGP-Institute des Karlsruher KIT, das Berliner IWF und das Stuttgarter IfW. Letzteres pflegt seit über 20 Jahren beste Beziehungen auch mit der University of Shanghai for Science and Technology (USST). Dort ist nun ein Joint-Institut in Planung, das sich die Regierung in Shanghai sehr viel Geld kosten lässt.

Von deutscher Seite werden sich Stuttgarter Institute der Fakultät Konstruktion, Produktion und Fahrzeugtechnik sowie voraussichtlich Institute der TU Berlin beteiligen. Auch sollen Forscher aus den USA dazu stoßen. Die Forschungen werden drei Schwerpunkten gewidmet sein: Produktionstechnik, Optik und Medizintechnik. 

Synergien, die sich lohnen

„China betreibt derzeit riesige Anstrengungen, um Industrie 4.0 in seinen Unternehmen zu verankern“, konstatiert Heisel. „Dies ist eine große Chance für alle beteiligten Partner. Und letztendlich können dank dieser internationalen Vernetzung auch die Exportchancen steigen.“ 

Dass es Synergien gibt, die zu heben sich lohnt, sehen auch die Chinesen so. Daher vereinbarten die Forscher auf dem deutsch-chinesischen Produktionsforum, künftig über die gemeinsamen Forschungsaktivitäten hinaus regelmäßige Kolloquien zu organisieren. „Hier hat sich ein Zwei-Jahres-Rhythmus sehr bewährt“, meint Heisel. „Wir werden also womöglich schon 2019 wieder die Gelegenheit haben, über aktuelle Forschungsfragen zu sprechen.“

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  • Spanien

    Platz 10: Spanien reichte im vergangen Jahr nur 2.400 Patente ein. Im Gegensatz zu anderen Ländern eine relativ geringe Anzahl. - Quelle: Statista, Bild: pixabay

  • Schweiz

    Platz 9: Nur 138 Anmeldungen mehr hatte im Jahr 2016 Österreich. - Quelle: Statista, Bild: pixabay

  • Belgien

    Platz 8: Mit 2.559 Anmeldungen und damit nur 21 Patente mehr als Österreich, schafft es Belgien auf Platz 8. - Quelle: Statista, Bild: pixabay

  • Schweden

    Platz 7: Auch in Schweden ist die Bevölkerung einfallsreich. Dort wurden 2016 4.935 Patente eingereicht. - Quelle: Statista, Bild: pixabay

  • Italien

    Platz 6: Im mittleren Bereich der Liste ist auch Italien mit 5.256 Anmeldungen vertreten. - Quelle: Statista, Bild: pixabay

  • Großbritannien

    Platz 5: Für Großbritanien ermittelte das Europäische Parlamentamt 7.226 Anmeldungen. - Quelle: Statista, Bild: pixabay

  • Niederlande

    Platz 4: Mit knapp 260 Anmeldungen mehr als Großbritannien schafft es die Niederlande auf Platz 4. - Quelle: Statista, Bild: pixabay

  • Schweiz

    Platz 3: Auf dem dritten Podestplatz landet mit 8.606 Anmeldungen die Schweiz. - Quelle: Statista, Bild: pixabay

  • Frankreich

    Platz 2: Frankreich ist eins der beiden Länder, die mehr als 10.000 Patente eingereicht haben. 12.726 Anmeldungen reichen für Platz 2. - Quelle: Statista, Bild: pixabay

  • Deutschland

    Platz 1: Mit 31.815 Patentanmeldungen ist Deutschland klarer Spitzenreiter. Mit fast 20.000 Anmeldungen mehr als Frankreich bleibt Deutschland das Land mit den meisten Erfindern: Quelle: Statista, Bild: pixabay