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PSA-Generalsekretär Olivier Bourges hat der Bundesregierung zugesichert, Opel im Falle einer Übernahme eigenständig weiterzuführen und die deutschen Standorte zu erhalten. - Bild: PSA

Bourges versprach auch, dass bestehende Verträge nicht angetastet würden. Bis Ende 2018 sind somit in Deutschland betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen, bis mindestens 2020 gelten Investitionszusagen für die Werke in Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach sowie das Ersatzteilzentrum in Bochum.

Bereits für die kommende Woche erwarten Opel-Verantwortliche, dass PSA-Vertreter in größeren Runden konkrete Eckpunkte der geplanten Übernahme vorlegen. Bis spätestens zum Genfer Autosalon in zweieinhalb Wochen sollen nach BamS-Informationen die Verträge mit GM unterzeichnet sein.

Bundesregierung setzt sich für Erhalt der Arbeitsplätze ein

Die Bundesregierung hat eine Einmischung in die Übernahmeverhandlungen zwischen dem französischen Autohersteller Peugeot und Opel angekündigt. Der Chef des Bundeskanzleramts, Peter Altmaier (CDU), sagte gegenüber der BamS: "Wir werden als Bundesregierung die Gespräche sorgfältig begleiten und darauf dringen, dass die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Opel gewahrt bleiben."

"Ziel ist es, alle Standorte und Arbeitsplätze zu erhalten", sagte der Regierungskoordinator für die Verhandlungen, Matthias Machnig (SPD), gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium verwies auf eine geltende Betriebsvereinbarung, die Standorte und Arbeitsplätze bis zum Jahr 2020 garantiert. Machnig sagte der Zeitung weiter, das ein Zusammengehen mit den Franzosen der deutschen Marke eine gute Perspektiven biete. "Die Fusion ist eine Chance für Opel", sagt Machnig. Das Unternehmen könne auf diese Weise neue Märkte erschließen und gemeinsame Vertriebswege nutzen.