Pentair

Pentair handelt auf Druck des New Yorker Hedgefonds Trian Partners, der mit 7,2 Prozent an dem Mischkonzern mit operativem Sitz im britischen Manchester beteiligt ist und von Pentair fordert, als Konsolidierungsmotor in der Branche zu fungieren. - Bild: Pentair

Der Pumpen- und Ventilhersteller Pentair will die US-amerikanische Erico für 1,8 Milliarden US-Dollar einschließlich Schulden übernehmen.

Pentair handelt auf Druck des New Yorker Hedgefonds Trian Partners, der mit 7,2 Prozent an dem Mischkonzern mit operativem Sitz im britischen Manchester beteiligt ist und von Pentair fordert, als Konsolidierungsmotor in der Branche zu fungieren.

Mit dem Deal für Erico werde Pentair seine Präsenz im Handels- und Industriesektor ausweiten, hieß es in einer Mitteilung. Erico mit Sitz in Solon, Ohio, stellt unter anderem Befestigungssysteme, Spezialsysteme für Betonbewehrung und elektrische Strom- und Erdungsverbindungen unter den Marken Caddy, Lenton und Erico her. Pentairs Produkte kommen ebenso in Ölraffinerien als auch Schwimmbecken zum Einsatz.

Aktien von Pentair, die in diesem Jahr 7 Prozent verloren haben, geben im vorbörslichen Handel 0,5 Prozent ab.

“Wir haben ähnliche Kulturen und dienen ähnlichen Branchen mit komplexen Produkten, dadurch können wir ein breiteres und stärkeres Angebot für unsere Endkunden schaffen”, erklärte Pentair-CEO Randall Hogan in einer Pressemitteilung.

Pentair war vor eineinhalb Monaten bei Pentair eingestiegen und forderte das Unternehmen auf, die Übernahme von Wettbewerbern zu prüfen, um den fragmentierten Markt zu konsolidieren, wie das Wall Street Journal berichtete. Dabei ist Pentair gegenüber Konkurrenten aus den USA im Vorteil, weil der Konzern seinen Sitz in Irland und in Großbritannien hat, wo er geringer besteuert wird.

Im vergangenen Jahr wurden eine ganze Flut an Deals geschlossen, um die Steuerlast zu senken, während Unternehmen nach Möglichkeiten suchen, angesichts der nur langsam wachsenden Wirtschaft ihre Gewinne zu steigern.

Pentair hat sich in den vergangenen Jahren darauf konzentriert, den ehemaligen Pumpen- und Filterhersteller Tyco International zu integrieren, mit dem der Konzern 2012 fusioniert hat. Das erwartete Sparziel hat das Unternehmen übertroffen, das Gewinnziel aber verfehlt.

Die Fusion mit Erico, die bis zum Jahresende abgeschlossen werden soll, soll ab dem nächsten Jahr rund mehr als 40 Cent zum bereinigten Gewinn je Aktie von Pentair beitragen.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht