Das in Winterthur ansässige Unternehmen teilte am Montag mit, seine Produktionskapazitäten in der

Das in Winterthur ansässige Unternehmen teilte am Montag mit, seine Produktionskapazitäten in der Pumpensparte zu reduzieren und rund 410 Stellen in Brasilien, den USA und China abzubauen. - Bild: Sulzer

Der Ölpreisverfall und der damit verbundene Nachfragerückgang in der Öl- und Gasindustrie hat ein neues Opfer in dem Schweizer Industriekonzern Sulzer AG gefunden.

Das in Winterthur ansässige Unternehmen teilte am Montag mit, seine Produktionskapazitäten in der Pumpensparte zu reduzieren und rund 410 Stellen in Brasilien, den USA und China abzubauen.

Dabei sind die Einschnitte im Brasilien-Geschäft, wo zusätzlich noch ein wirtschaftlicher Abschwung belastet, mit 190 Stellenstreichungen am stärksten. In den USA sollen 120, in China 100 Arbeitsplätze wegfallen.

Das Unternehmen, das insgesamt rund 15.000 Mitarbeiter beschäftigt, hatte bereits im Juni angekündigt, knapp 200 Stellen in seiner Chemtech-Sparte streichen zu wollen. Zudem entließ der Konzern 20 Mitarbeiter an seinem Standort in Allschwil, denn auch die Stärke des Schweizer Franken drückt auf das Geschäft von Sulzer, da seine Produkte im Ausland dadurch teurer werden.

Sulzer will im Rahmen einer Umstrukturierung seine Wettbewerbsfähigkeit erhalten und hat daher schon die Arbeitszeiten verlängert und in der Schweiz einen Einstellungsstopp verhängt. Dieses Jahr sind die Auftragseingänge allerdings dennoch gefallen. Mit der Restrukturierung wolle das Unternehmen seien Kapazitäten besser nutzen und die Qualität steigern, teilte Sulzer am Montag mit. Zudem bleibe der Öl- und Gasmarkt anspruchsvoll, was zu einem niedrigen Investitionsniveau führe.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht