Qualcomm,Gewinn,Umsatz,EBIT,EBITDA,Übernahme,Halbjahr,Quartal,Zahlen

Der Halbleiterkonzern Qualcomm hat im vierten Geschäftsquartal von einer starken Nachfrage und einem soliden Geschäft mit Lizenzen profitiert. - Bild: Kārlis Dambrāns/Flickr/CC BY 2.0

Der Gewinn legte im Quartal per Ende September auf 1,6 von 1,06 Milliarden Dollar zu. Je Aktie verdiente Qualcomm bereinigt um Sonderposten 1,28 Dollar. Analysten hatten 1,13 Dollar je Aktie erwartet, der Konzern selbst hatte 1,05 bis 1,15 Dollar in Aussicht gestellt. Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar.

Die Auslieferungen von Chips für mobile Anwendungen stiegen um 4 Prozent auf 211 Millionen. Auch hier hatte der Konzern weniger angekündigt.

Für das laufende Quartal erwartet Qualcomm einen Absatz von 205 bis 225 Millionen. Der Umsatz soll 5,7 bis 6,5 Milliarden Dollar erreichen, das Ergebnis je Aktie 1,12 bis 1,22 Dollar.

Der Zukauf von NXP ist die bislang größte Übernahme im Halbleiterbereich aller Zeiten. Beide Unternehmen zusammen dürften auf einen Jahresumsatz von 30 Milliarden Dollar kommen.

Qualcomm steht unter Druck, seine Abhängigkeit von Smartphones zu reduzieren. Ein Großteil der Umsätze stammt derzeit aus modernen Chips für mobile Geräte sowie aus Lizenzgebühren für Smartphones, die Qualcomm-Technologie einsetzen. Das war zwar bisher lukrativ, das Geschäft wächst jedoch nicht mehr so stark wie einst.

NXP kann für mehr Diversifizierung sorgen. Über 30 Prozent der Umsätze aus den vergangenen zwölf Monaten stammen aus Chips, die NXP für den Automobilmarkt entwickelt hat. NXP-Chips finden außerdem in Banking- und Zahlungslösungen Anwendung. Das Unternehmen macht nur 15 Prozent seiner Umsätze mit Chips für mobile Geräte, schätzt Analyst Stacy Rasgon von Bernstein. Bei Chips für Autos erwarten Branchenexperten ein hohes Wachstum, benötigen doch die bald vielleicht selbstfahrenden Autos viele Sensoren und Chips zur Steuerung aller Funktionen.