Mitsubishi Materials, Betrug

Mitsubishi Materials hat bei Qualitätsangaben betrogen. - Bild: Pixabay

Mitarbeiter hätten die begleitenden Qualitätsangaben der Produkte, die an hunderte von Kunden geliefert wurden, geändert. Es sollte so aussehen, als erfüllten die Produkte die Spezifikationen der Kunden, was sie nicht taten.

Ähnliche Probleme waren bei Kobe Steel aufgetaucht. Dort wurden Qualitätsangaben in Bezug auf tausende Tonnen Metallprodukte gefälscht. Der Skandal, der den guten Ruf der japanischen Industrie beschädigen könnte, führte zu einer Diskussion um gute Unternehmensführung in dem Land.

Das neueste Problem war im Februar bei der Tochter Mitsubishi Cable Industries, einem Hersteller von Gummidichtungen, bei einer internen Überprüfung entdeckt worden. Im Oktober schloss das Unternehmen eine fünf Monate dauernde Prüfung der seit April 2015 ausgelieferten Produkte ab. Danach entschied das Unternehmen, die Auslieferung der fraglichen Produkte zu stoppen und die Kunden zu informieren, um mögliche Sicherheitsrisiken festzustellen. Das Geschäft mit Gummidichtungen trug im vergangenen Jahr 40 Prozent zum Umsatz von Mitsubishi Cable bei.

Die fraglichen Produkte gingen an über 200 Kunden, darunter Zulieferer für Flugzeuge, Autos und Kraftwerke. Weniger als ein Fünftel seien bisher über das Problem informiert worden, teilte das Unternehmen mit.

Eine weitere Tochtergesellschaft, Mitsubishi Shindoh, hat Daten zur Stärke und Leitfähigkeit von Kupferbändern gefälscht, die in der Elektronik von Autos zum Einsatz kommen. Diese Fälschungen wurden bei einer internen Überprüfung im Oktober entdeckt, die Auslieferungen wurden kurz danach eingestellt. Rund die Hälfte der 29 betroffenen Kunden seien benachrichtigt worden.

Auch eine dritte Tochter, Mitsubishi Aluminum, hat Produkte ausgeliefert, die nicht den Spezifikationen entsprachen. Hier seien aber keine Sicherheitsprobleme aufgetaucht.