R. Stahl kürzt nach einem Gewinneinbruch die Dividende. Nettoergebnis sinkt im vergangenen Jahr um

R. Stahl kürzt nach einem Gewinneinbruch die Dividende. Nettoergebnis sinkt im vergangenen Jahr um mehr als ein Drittel auf 9,8 Millionen Euro. - Bild: R. Stahl

Der Explosionsschutzanbieter R. Stahl kürzt nach einem Gewinneinbruch die Dividende. Belastet von Kosten rund um die Abwehr eines Übernahmeversuchs und der Expansion sank das Nettoergebnis im vergangenen Jahr um mehr als ein Drittel auf 9,8 Millionen Euro.

Deswegen schlägt das Unternehmen eine geringere Dividende von 0,80 nach 1 Euro vor.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag mit 18,3 Millionen ebenfalls stark unter dem Vorjahreswert von 24,9 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erreichte 5,9 nach 8,2 Prozent. Der Umsatz nahm leicht um 1,4 Prozent auf 308,5 Millionen Euro zu. Der Auftragseingang stieg um 10,2 Prozent auf 335,2 Millionen Euro.

Im vergangenen Jahr wollte der ebenfalls mittelständische Elektrotechnikspezialist Weidmüller den Anbieter von Produkten rund um Explosionsschutz übernehmen. Das Detmolder Familienunternehmen bekam in dem mit harten Bandagen geführten Übernahmekampf trotz eines satten Aufgeldes allerdings nicht genügend Anteile angedient. Bei R. Stahl entstanden wegen des feindlichen Übernahmeversuchs Kosten, beispielsweise durch Aufwendungen für externe Beratung.

Beim Ausblick auf das neue Jahr ist R. Stahl vorsichtig. 2015 werde das Investitionsprogramm abgeschlossen und mit zunehmender Kapazitätsauslastung die Rendite gesteigert. Das Unternehmen sei mit der soliden Marktposition und dem hohen Auftragsbestand gut aufgestellt. Externe Einflussfaktoren überlagerten jedoch die internen Maßnahmen zur Profitabilitätssteigerung. Angesichts der anhaltend niedrigen Ölpreise müsse sich das Unternehmen auf einen Nachfragerückgang aus der wichtigsten Abnehmerindustrie, wozu Unternehmen aus der Gas-, Ölbranche sowie Chemie und Pharmazie gehören, einstellen.

Die Prognosespanne für das EBIT liege zwischen 16 und 20 Millionen Euro. Den Auftragseingang und den Umsatz sieht das Unternehmen zwischen 320 Millionen bis 330 Millionen Euro. Infolge der schnellen Änderungen der externen Einflussfaktoren sei die Prognoseunsicherheit erhöht.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht