Der Rational-Vorstandsvorsitzende Dr. Günter Blaschke glaubt nicht, dass die Schuldenkrise in den

Der Rational-Vorstandsvorsitzende Dr. Günter Blaschke glaubt nicht, dass die Schuldenkrise in den USA und einigen Ländern Europas für Rational zum Problem werden wird (Bild: Rational AG).

Von Natali Schwab, Dow Jones Newswires

LANDSBERG (ks)–Der CEO bekräftigte die Prognose, nach der der Großküchenzulieferer im laufenden Jahr den Umsatz um rund 10% steigern will und eine positive Entwicklung des operativen Ergebnisses erwartet. Nach einem Umsatzwachstum von 14% im ersten Halbjahr denkt Rational damit eher konservativ. Blaschke verwies dabei auf die Unsicherheiten im Zusammenhang mit den weltweiten Turbulenzen. Dass etwa die Schuldenkrise in den USA und einzelnen Ländern Europas zum Problem für Rational werden könnte, glaubt der Manager jedoch nicht.

So mache etwa Griechenland nur einen kleinen Teil des Rational-Geschäfts aus. Das Geschäft in Italien, welches jüngst ins Visier der Märkte geraten war, läuft Blaschke zufolge nach wie vor gut. Auf negative Entwicklungen könne Rational zudem schnell reagieren. “Rational hat eine flexible Kostenstruktur, fertigt nur auftragsorientiert und nicht kapitalintensiv und hat damit nur eine geringe Fixkostenbelastung”, erläuterte Blaschke. Außerdem sei Rational finanziell gut aufgestellt. Die Eigenkapitalquote bezifferte der Manager mit 70%.

Im zweiten Quartal schwächte sich das Wachstum von Rational im Vergleich zu den ersten drei Monaten ab; Umsatz und EBIT lagen leicht unter den Markterwartungen. Negative Währungseffekte sowie ein Basiseffekt aus dem Vorjahr waren der Grund dafür. Der Umsatz wuchs um 9% auf 92,2 Mio Euro. Währungsbereinigt wären es 10% gewesen. Das EBIT war dagegen mit 25,3 (26,5) Mio Euro leicht rückläufig. Rational hatte im vergangenen Jahr nach einem schwachen Auftakt im zweiten Quartal von Nachholeffekten profitiert.

Blaschke sprach von einer Normalisierung der Entwicklung im zweiten Quartal. Für das erste Halbjahr ergab sich insgesamt ein Umsatzwachstum von 14% auf 180,2 Mio Euro und ein Anstieg des EBIT um 5% auf 45,6 Mio Euro. Profitiert habe Rational dabei vom Ausbau der Vertriebskapazitäten weltweit. 87 Stellen seien dadurch seit Jahresbeginn geschaffen worden. Insgesamt beschäftigt Rational 1.179 Mitarbeiter.

Dabei zeigte die Region Asien im ersten Halbjahr mit 31% erneut das stärkste Wachstum, mittlerweile macht die Region 12% des Gesamtumsatzes aus. Aber nicht nur die Schwellenländer trugen zum Plus bei. “Wir können auch in den reifen Märkten wie Deutschland weiter wachsen”, sagte Blaschke. In Deutschland und im übrigen Europa betrug das Umsatzplus je 10%, die Region Amerika legte um 15% zu.