Rational-Vorstandsvorsitzender Dr. Günter Blaschke bestätigt 10-prozentige Wachstumsprognose

Rational-Vorstandsvorsitzender Dr. Günter Blaschke bestätigt 10-prozentige Wachstumsprognose (Bild: Rational).

Von Matthias Karpstein, Dow Jones

MÜNCHEN (ks)–”Langfristig ist eine Aufteilung unseres Geschäftes möglich, bei der Asien und die USA jeweils 30% des Umsatzes ausmachen und Europa samt Deutschland die restlichen 40%”, sagte Blaschke. Derzeit machen Asien und die USA noch jeweils 13% des Umsatzes aus. “In 10 bis 15 Jahren könnten beide Märkte rund 30% erreichen”, erläuterte der Vorstandsvorsitzende.

Blaschke will mit Investitionen in den Vertrieb Marktanteile in Asien gewinnen. Von den 32 Mitarbeitern, die der Landsberger MDAX-Konzern im Auftaktquartal eingestellt hat, werden die meisten Angestellten in diesem Bereich eingesetzt. Blaschke sieht beim Ausbau des Asien-Geschäfts allerdings noch große Herausforderungen für Rational. “Abgesehen von Japan und Südkorea sind wir in Asien noch in einer embryonalen Phase bei der Marktdurchdringung”, bekennt der Vorstandsvorsitzende und fügt hinzu: “aber es gibt kein Land auf der Erde, in dem noch kein Rational-Gerät steht”.

In den USA sieht Blaschke für sein Unternehmen ebenfalls noch großes Potenzial. “Kombi-Dämpfer haben derzeit in den USA erst eine Marktdurchdringung von 9%, in Japan sind es 20%”, erklärt er. Mittelfristig brauche Rational für den Ausbau des Amerika-Geschäftes dort nicht zwingend eine eigene Fertigung. “Wir könnten die Produktion in Landsberg problemlos um 50% steigern. Sollten wir in den USA künftig eine bestimmte Marktdurchdringung erreichen, könnte dort allerdings eine Fertigung sinnvoll sein”, erläutert Blaschke.

Nach einem Umsatzrückgang um 8% im vergangenen Jahr blickt der erfolgsverwöhnte Hersteller von Dampfkochern nun wieder verhalten optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr. Einen Umsatzzuwachs im einstelligen Bereich streben die Landsberger an. Auch in den kommenden Jahren wollen sie beim Wachstum nicht Überhitzen. “Ein Umsatzwachstum von zehn bis 15% im Jahr sehen wir als gesund an, ein stärkeres Wachstum führt zur Absenkung der Unternehmensqualität und stellt damit ein Risiko dar”, erklärt Blaschke.

Die Flaute des vergangenen Jahres sieht er als bewältigt an. “Vieles deutet darauf hin, dass wir die Krise hinter uns haben”, sagt Blaschke. Rational spüre “in praktisch allen Ländern der Welt wieder festen Boden unter den Füßen”. Blaschke weist allerdings auch auf weiter bestehende Risiken im globalen Finanzsektor hin. Das Rational-Ergebnis will er auch durch weitere Verbesserungen in der Produktion stärken. “Wir steigern unsere Effizienz in der Produktion jährlich um 5% bis 10%, das wollen wir auch in diesem Jahr wieder erreichen”.