Der US-Reifenhersteller Goodyear hat im vierten Quartal von einer Wertberichtigung in

Der US-Reifenhersteller Goodyear hat im vierten Quartal von einer Wertberichtigung in Milliardenhöhe profitiert. Wegen dieses Einmaleffekts hat sich der Nettogewinn im abgelaufenen Quartal nahezu verzehnfacht. - Bild: Goodyear

Auf bereinigter Basis schnitt Goodyear trotz Wechselkursschwankungen und des milden Winters in Europa besser ab als erwartet. Die Aktie legt im frühen Handel um 3,8 Prozent zu.

Umsatz und operativer Gewinn gaben im vierten Quartal spürbar nach. Das operative Ergebnis sank auf 359 von 419 Millionen US-Dollar, der Umsatz auf 4,36 von 4,79 Milliarden Dollar. Ein Grund war die ungewöhnlich warme Witterung in Europa, die dafür sorgte, dass sich die Autofahrer mit der Anschaffung von Winterreifen zurückhielten. Aufs Jahr gesehen stieg der operative Gewinn um 8 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar.

Der Anstieg soll sich im laufenden Quartal fortsetzen. CEO Richard Kramer sagte, das der operative Gewinn 2015 voraussichtlich um 10 bis 15 Prozent wachsen wird. Kramer setzt dabei vor allem auf den starken nordamerikanischen Markt. Helfen soll dabei auch ein Online-Shop für Nordamerika, der im Laufe des Jahres an den Start gehen soll.

Unter dem Strich verdiente die Goodyear Tire & Rubber Company im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2,13 Milliarden US-Dollar, nachdem der Konzern im Vorjahreszeitraum einen Gewinn von 228 Millionen Dollar erzielt hatte. Rund 2 Milliarden Dollar des Gewinns sind auf einen Einmaleffekt im Zusammenhang mit einer Steuer-Wertberichtigung zurückzuführen.

Bereinigt um Sondereffekte sank der Gewinn von 209 Millionen Dollar oder 0,74 Dollar je Aktie auf 166 Millionen Dollar oder 0,59 Dollar je Anteilsschein. Analysten hatten mit 0,58 Dollar je Aktie gerechnet.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke