Dürr

Dürr ist in Sachen Ausblick für 2017 zuversichtlich. - Bild: Dürr

"Wir liegen voll im Plan und sind auch für das zweite Halbjahr zuversichtlich", sagte Vorstandsvorsitzender Ralf W. Dieter. Die Projekt-Pipeline der Kunden sei gut gefüllt, beim Umsatz erwarte Dürr daher eine Beschleunigung im zweiten Halbjahr. "Darüber hinaus treiben wir den Ausbau unseres Angebots in den Bereichen Digitalisierung und Internet of Things entschlossen voran."

Im zweiten Quartal sank der Umsatz um 2,5 Prozent auf rund 860 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBIT) ging um 6,3 Prozent auf 56,5 Millionen Euro zurück. Vor Sondereffekten erreichte es 62,1 Millionen Euro, 2,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die aktuellen Zahlen sind vom Verkauf von Dürr Ecoclean beeinflusst. Dürr hatte die Mehrheit an dem Hersteller von Anlagen zur Reinigung und Oberflächenbearbeitung industrieller Werkstücke nach China veräußert. Im zweiten Quartal 2016 kam die Sparte auf 55,7 Millionen Euro Auftragseingang, 44,3 Millionen Euro Umsatz und 2,3 Millionen Euro EBIT.

Der Auftragseingang lag nach sechs Monaten erstmals über der Marke von 2 Milliarden Euro. In Summe wuchs er um 4,5 Prozent auf 2,079 Milliarden Euro. Maßgeblich für die Zunahme war, dass die Bestellungen aus der Automobilindustrie im zweiten Quartal anzogen.

Analysten hatten dem Unternehmen im zweiten Quartal einen Umsatz von 873 Millionen und ein EBIT von 64 Millionen Euro zugetraut.

Durch den Ecoclean-Verkauf entfallen 2017 rund 150 Millionen Umsatz und Auftragseingang, teilte Dürrr mit. Dennoch strebe der Konzern bei beiden Kennzahlen ähnliche Größenordnungen an wie im Vorjahr. Für das laufende Jahr erwartet Dürr weiterhin einen Umsatz von 3,4 bis 3,6 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um den Ecoclean-Effekt, dürfte der Umsatz um 3 bis 5 Prozent steigen.

Für den Auftragseingang wurde erneut eine Spanne von 3,3 bis 3,7 Milliarden Euro genannt. Dabei hält Dürr das obere Ende für "gut erreichbar". Diese Aussage gilt auch für die EBIT-Marge, für die die Zielbandbreite unverändert 7,5 bis 8,25 Prozent beträgt.