Knorr-Bremse will in Sachen Erfolg weiter auf der Überholspur bleiben.

Knorr-Bremse will in Sachen Erfolg weiter auf der Überholspur bleiben. - Bild: Knorr-Bremse

Im Geschäftsjahr 2017 erzielte das Unternehmen einen Umsatzanstieg auf den Rekordwert von 6,24 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,49 Milliarden Euro), getrieben von Wachstumsimpulsen zum Ausbau des Systemangebots und der globalen Marktposition. Das EBITDA 2017 erreichte trotz erheblicher Sonderbelastungen (in Höhe von 75 Millionen Euro) durch Währungseffekte, das Haldex-Übernahmeangebot und die Kosten der IFRS-Umstellung 1,06 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,01 Milliarden Euro).

Auf bereinigter Basis erreichte das (noch prüferisch zu bestätigende) EBITDA nach IFRS 1,14 Milliarden Euro Der Jahresüberschuss erhöhte sich auf 580 Millionen EUR (Vorjahr: 550 Millionen EUR). Noch stärker als der Konzernumsatz stiegen die Auftragseingänge: Sie legten mit +16,3 Prozent auf insgesamt 6,66 Milliarden EUR (Vorjahr: 5,72 Milliarden EUR) zu. Der Auftragsbestand zog zum Jahresende um 19,8 Prozent auf 4,98 Milliarden EUR (Vorjahr: 4,15 Milliarden EUR) an.

„Trotz hoher Sonderbelastungen haben wir das Geschäftsjahr 2017 mit Rekordwerten abgeschlossen, und werden unseren Kurs für profitables und nachhaltiges Wachstum fortsetzen“ sagte Klaus Deller, Vorstandsvorsitzender der Knorr-Bremse AG. „Digitalisierung, autonomes Fahren und Elektrifizierung sind die Zukunftstrends, die unsere beiden Divisionen über die nächste Dekade wesentlich prägen werden. Wir sind dafür nicht zuletzt durch gezielte Zukäufe wie die Knorr-Bremse SteeringSystems für automatisiertes Fahren oder die Kiepe Electric für Elektrifizierung bestens positioniert und werden mit unseren Kunden und Partnern den Transport der Zukunft aktiv gestalten“, so Deller.

„Knorr-Bremse verzeichnet seit 2005 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 7,1 Prozent und ein EBITDA-Wachstum von 9,7 Prozent. Dazu verfügt das Unternehmen über ein herausragendes Finanzprofil, mit dem wir auch zukünftig für die Herausforderungen des Markts gerüstet sind“, ergänzt Ralph Heuwing, Finanzvorstand der Knorr-Bremse AG.

Weitere Wachstumsimpulse gesetzt

Klaus Deller, Vorstandsvorsitzender der Knorr-Bremse AG.
Klaus Deller, Vorstandsvorsitzender der Knorr-Bremse AG. - Bild: Knorr-Bremse

Im Geschäftsjahr 2017 trieb Knorr-Bremse seine Strategie für profitables und nachhaltiges Wachstum weiter voran. Mit der Integration von Kiepe Electric, dem weltweit aktiven Elektrikausrüster für Schienenfahrzeuge und Busse, erweiterte Knorr-Bremse sein Angebot um moderne Antriebstechnologien für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Knorr-Bremse weitete darüber hinaus die Zusammenarbeit mit der chinesischen Dongfeng Motor Group auf die Entwicklung automatisierter Schaltgetriebe für den Lkw-Markt in Asien aus. Mit diesem Schritt erhielt Knorr-Bremse einen noch breiteren Zugang zum größten Nutzfahrzeugmarkt der Welt.

Auch wurde im März 2017 der Erwerb der Bosch Transmissions Systems (TRS) Division in Japan vollzogen. Mit den von TRS entwickelten, produzierten und vertriebenen Getriebekomponenten für On-Highway-Nutzfahrzeuge eröffnen sich weitere Wachstumschancen in einem Schlüsselmarkt. Zudem ist Knorr-Bremse mit dem Einstieg in das Lenkungsgeschäft mit Knorr-Bremse SteeringSystems als erster Zulieferer weltweit in der Lage, intelligent vernetzte Brems- und Lenksysteme aus einer Hand zu liefern. Knorr-Bremse bietet damit die Grundlage für komplexe Fahrassistenzsysteme bis hin zu vollautonomen Fahrzeugen. Knorr-Bremse rechnet in diesem Bereich mit einem großen Wachstumspotenzial. 

Hoher Aufwand für Forschung und Entwicklung

Als integraler Bestandteil der Strategie für profitables und nachhaltiges Wachstum baute Knorr-Bremse die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) weiter aus. Der Aufwand für F&E und kundenspezifische Anpassungsentwicklungen stieg im Geschäftsjahr 2017 auf 359 Millionen Euro (Vorjahr: 328 Millionen Euro), was einer Quote gemessen am Umsatz von rund 6 Prozent entspricht.

Zahl der Mitarbeiter steigt

Ralph Heuwing, Finanzvorstand der Knorr-Bremse AG
Ralph Heuwing, Finanzvorstand der Knorr-Bremse AG. - Bild: Knorr-Bremse

Der Knorr-Bremse Konzern beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahrs 2017 weltweit 27.705 Mitarbeiter (Vorjahr: 24.565), ein Anstieg von 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Geschäftsentwicklung nach Unternehmensdivisionen

Die Division Schienenfahrzeuge erreichte mit einem Umsatz von 3,33 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,99 Milliarden Euro) währungsbereinigt den höchsten Umsatz in der Firmengeschichte. Hintergrund des deutlichen Wachstums der Umsatzerlöse ist insbesondere die Belebung der Marktnachfrage in Euroopa sowie der Umsatzbeitrag der neu übernommenen Kiepe Electric. Auch verlief die Entwicklung in Nordamerika und der Region Asien/Australien positiv.

Ein wichtiger Meilenstein war der Auftrag über rund 1.500 Wagen für den chinesischen Hochgeschwindigkeitssektor, die teils mit IFE-Einstiegssystemen bzw. Klimasystemen von Merak ausgerüstet werden. Zudem wurde in China das Volumen der betreuten Instandsetzungen von Fahrzeugen mit Knorr-Bremse Bremssystemen um mehr als 2.000 Wagen erhöht. Die Division verzeichnete ein Vorsteuerergebnis in Höhe von 543 Millionen Euro (Vorjahr: 512 Millionen Euro).

Die Nutzfahrzeugdivision erzielte mit 2,93 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,52 Milliarden Euro) ebenfalls einen Rekordumsatz. Das Vorsteuerergebnis betrug 385 Millionen Euro (Vorjahr: 328 Millionen Euro). Alle Regionen trugen zum Spitzenergebnis gleichermaßen bei. Besonders die Ausweitung der Zusammenarbeit mit der chinesischen Dongfeng Motor Group auf die Entwicklung der Getriebesteuerung für die neue Fahrzeuggeneration im Schwerlastverkehr wird die Entwicklung der Division weiter positiv beeinflussen.

Zuversichtlich in das Geschäftsjahr 2018

Für das Geschäftsjahr 2018 geht Knorr-Bremse von einem weiter volatilen Markumfeld aus. Digitalisierung, autonomes Fahren und Elektrifizierung werden das Geschäft in beiden Sparten über die nächste Dekade hinaus prägen. Vor diesem Hintergrund strebt der Knorr- Bremse Konzern ein moderates Umsatzwachstum auf 6,4 bis 6,6 Milliarden Euro sowie eine EBITDA-Marge zwischen 17 Prozent bis 19 Prozent an. „Angesichts der sich abzeichnenden Veränderungen in unseren Märkten werden wir überdurchschnittlich in die Produktentwicklung investieren, um noch besser für die Neuordnung der gesamten Branche und somit gut für die Zukunft gerüstet zu sein“, kommentiert Deller.

Knorr-Bremse

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    MAN testet im hohen Norden unter anderem wie sich ein Truck auf Eis und Schnee verhält. - Bild: MAN

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    Ein MAN-Truck kämpft sich einen verschneiten Anstieg hoch. - Bild: MAN

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    Die MAN-Entwickler checken, wie sich die Fahrzeugsysteme bei Schnee und Kälte verhalten. - Bild: MAN

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    Schöner Nebeneffekt des Testens: Die MAN-Entwickler erleben die spektakuläre Landschaft Skandinaviens. - Bild: MAN

  • MAN testet im hohen Norden längs- und querdynamische Systeme.

    MAN testet im hohen Norden längs- und querdynamische Systeme. - Bild: MAN

  • Unter einem schier endlosen Himmel testen die MAN-Entwickler.

    Unter einem schier endlosen Himmel testen die MAN-Entwickler. - Bild: MAN

  • Insgesamt spulten alle 47 Testfahrzeuge letzten Winter zusammen eine halbe Millionen Erprobungs-Kilometer im hohen Norden ab.

    Insgesamt spulten alle 47 Testfahrzeuge letzten Winter zusammen eine halbe Millionen Erprobungs-Kilometer im hohen Norden ab. - Bild: MAN

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    Die Trucks auf Schnee und Eis zu bewegen, erfordert großes Können. - Bild: MAN

  • Ungefähr ein Drittel der Erprobungsfahrten spulen die MAN’ler auf dem Testgelände ab, den Rest auf öffentlichen Straßen.

    Ungefähr ein Drittel der Erprobungsfahrten spulen die MAN’ler auf dem Testgelände ab, den Rest auf öffentlichen Straßen. - Bild: MAN

  • Trotz der harten Bedingungen ist es für MAN kein Problem, Mitarbeiter für die Wintertests zu finden.

    Trotz der harten Bedingungen ist es für MAN kein Problem, Mitarbeiter für die Wintertests zu finden. - Bild: MAN

  • Wenn noch kältere Temperaturen für die Tests gebraucht werden, fahren die Entwickler die Trucks und Busse in die Kältekammer.

    Wenn noch kältere Temperaturen für die Tests gebraucht werden, fahren die Entwickler die Trucks und Busse in die Kältekammer. - Bild: MAN

  • Manchmal ist bei den Wintertests auch Körpereinsatz gefragt.

    Manchmal ist bei den Wintertests auch Körpereinsatz gefragt. - Bild: MAN

  • MAN fährt in Lappland viele Tests auch auf öffentlichen Straßen.

    MAN fährt in Lappland viele Tests auch auf öffentlichen Straßen. - Bild: MAN

  • Eine zehn bis 15 Zentimeter dicke Schnee- und Eisschicht bedeckt stets den Asphalt.

    Eine zehn bis 15 Zentimeter dicke Schnee- und Eisschicht bedeckt stets den Asphalt. - Bild: MAN

  • Teilweise können die MAN-Tester mehr als 20 Jahre Wintertest-Erfahrung vorweisen.

    Teilweise können die MAN-Tester mehr als 20 Jahre Wintertest-Erfahrung vorweisen. - Bild: MAN

  • Die Straßen im hohen Norden sind teilweise spiegelglatt.

    Die Straßen im hohen Norden sind teilweise spiegelglatt. - Bild: MAN

  • So sieht Streckenpflege im hohen Norden aus.

    So sieht Streckenpflege im hohen Norden aus. - Bild: MAN

  • Rainer Miksch ist seit 27 Jahren bei MAN Truck & Bus tätig

    Rainer Miksch ist seit 27 Jahren bei MAN Truck & Bus tätig, zunächst in der Konstruktion, dann verantwortlich für Vorläuferbau und seit 15 Jahre als Leiter der Erprobung. - Bild: MAN

  • Begegnungen mit Rentieren oder Elchen sind im hohen Norden nicht ausgeschlossen.

    Begegnungen mit Rentieren oder Elchen sind im hohen Norden nicht ausgeschlossen. - Bild: Pixabay