PARIS (Dow Jones/rm). Der Konzern profitierte laut Mitteilung vom Freitag von einem unerwartet dynamischen Automobilmarkt. Ungeachtet der ausgelaufenen staatlichen Abwrackprämien seien die Absätze weiter angestiegen.

Von Januar bis Juni erzielte die Renault SA einen Nettogewinn von 780 Mio EUR nach einem Verlust von 2,73 Mrd EUR im Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn belief sich auf 718 Mio EUR (Vorjahr: minus 946 Mio EUR). Die Geschäftsentwicklung und die Ergebnisse im ersten Halbjahr lägen “über Plan”, so der Konzern weiter.

Der Umsatz erhöhte sich dank des guten Absatzes deutlich auf 19,67 Mrd EUR von 15,99 Mrd EUR. Frankreichs zweitgrößter Autohersteller nach der Peugeot-Citroen produziert Fahrzeuge der Marke Renault und der rumänischen Marke Dacia.

Alle Zahlen lagen über den Markterwartungen. Analysten hatten einen Nettogewinn von nur 345 Mio EUR und ein operatives Ergebnis von 474,5 Mio EUR bei Umsätzen von 18,84 Mrd EUR prognostiziert.

Zudem bekräftigte Renault die Jahresprognose für den Cashflow. “In einem unsicheren Umfeld in der zweiten Jahreshälfte 2010 wird der Konzern sich weiter auf sein Hauptziel der Generierung eines positiven freien Cashflows im Gesamtjahr konzentrieren”, sagte CEO Carlos Ghosn laut Mitteilung.

“Die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, zahlen sich aus. Alle Konzernmarken und Regionen haben ihren Marktanteil gesteigert. Wir haben außerdem unsere Kosten unter Kontrolle gehalten und dabei von Synergien innerhalb unserer Allianz profitiert”, fügte Ghosn hinzu. Renault ist der größte Aktionär und Industriepartner des japanischen Wettbewerbers Nissan Motor Co Ltd.

Der Konzern rechnet 2010 mit einem Wachstum des weltweiten Automobilmarktes um rund 8% gegenüber 2009, obgleich für Europa allein ein Rückgang zwischen 7% und 9% erwartet werde, hieß es weiter. Angesichts des “ungewöhnlich unsicheren Umfeldes” erhofft sich Renault aus der Entwicklung im dritten Quartal Hinweise im Hinblick auf die zu erwartende Entwicklung des Geschäftes im Gesamtjahr und Anfang 2011.