Renault

Die Aktien von Renault stürzten am Donnerstag und Freitag massiv ab. - Bild: Renault

Vier Tage zuvor hatte die Regierung mitgeteilt, dass unter anderem Autos von Renault gegen Abgasnormen verstoßen hätten. Die französische Umwelt- und Transportministerin Segolene Royal hatte die Abgaskommission im vergangenen Oktober eingerichtet und damit auf den Abgasskandal bei Volkswagen reagiert. Die Kommission soll 100 Autos unter realen Fahrbedingungen testen.

Die Tests sind noch nicht abgeschlossen, aber Royal erklärte am Donnerstag bereits, dass der Ausstoß von Kohlendioxid sowie Stickoxid in von Renault und mehreren ausländischen Konkurrenten in Frankreich verkauften Dieselfahrzeugen "über den Grenzwerten" liege. Die Aktien von Renault stürzten am Donnerstag und Freitag massiv ab.

Dabei lief es für den französischen Autobauer zuletzt recht gut. Der Absatz stieg im vergangenen Jahr weltweit um 3,3 Prozent auf 2,8 Millionen Fahrzeuge. Dabei glich die Nachfrage in Europa schwache Verkäufe in den Schwellenmärkten aus. Während der Absatz in Europa um zehn Prozent zulegte, gingen die Verkäufe in den ehemaligen Wachstumsregionen Russland und Südamerika weiter zurück.

Die Fahrzeuge von Renault sind in den USA nicht verfügbar, in China ist der Konzern kaum vertreten.