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Höherer Umsatz und geringere Kosten haben Renault 2015 zu einem Gewinnsprung von nahezu 50 Prozent verholfen. - Bild: Renault

Der Autohersteller schaffte einen Nettogewinn von 2,82 Milliarden Euro, und dies, obwohl er bei seiner Beteiligung an der Avtovaz einen Verlust von 620 Millionen Euro hinnehmen musste. Renault ist bei dem russischen Hersteller Joint-Venture-Partner der Nissan Motor Co.

Der Umsatz der Renault SA kletterte 2015 um gut 10 Prozent auf 45,33 Milliarden Euro. Die operative Marge verbesserte sich auf 5,1 Prozent von 3,9 Prozent, vor allem auch dank des Rückgangs der operativen Kosten um 527 Millionen Euro. Den Aktionären will Renault eine Dividende von 2,40 nach 1,90 Euro je Anteil zahlen.

Renault führt nach eigenen Angaben Gespräche mit anderen Anteilseignern von Avtovaz über eine Kapitalspritze. Der Absatz des Herstellers von Lada-Modellen war aufgrund der Rezession in Russland eingebrochen. Renault verkaufte 2015 rund 2,8 Millionen Fahrzeuge, 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

In diesem Jahr will der Konzern Umsatz, Profitabilität und Cashflowgenerierung im Automobilbereich verbessern. Das könnte schwierig werden, warnte das Unternehmen doch vor einer sich in diesem Jahr verlangsamenden Nachfrage weltweit. Der Markt dürfte um 1 bis 2 Prozent wachsen. Vor allem in Europa dürfte das Interesse an Neuwagen nach dem Absatzsprung 2015 um 9,3 Prozent mit einer Zunahme um geschätzt 2 Prozent in diesem Jahr nachlassen. Rückläufig werde der Absatz auch in den für Renault wichtigen Märkten Russland und Brasilien sein.

Am Aktienmarkt verweist man auf den hohen Free-Cash-Flow von mehr als einer Milliarde Euro im vergangenen Jahr. Erwartet worden seien nur gut 400 Millionen Euro, sagte ein Händler und ergänzte: "Das dürfte auch der Grund für die höhere Dividende sein." Diese liege mit 2,40 Euro je Aktie über der Konsensprognose von 2,33 Euro. Auch Umsatz und operativer Gewinn im vierten Quartal seien höher ausgefallen als prognostiziert.

Dem guten Abschneiden von Renault 2015 stehe allerdings ein verhaltener Ausblick auf 2016 gegenüber, sagte der Händler. Die Wachstumsprognose von jeweils 2 Prozent für Europa und den französischen Heimatmarkt sei "sehr vorsichtig".