Sulzer

Die Übernahmeofferte ist notwendig geworden, nachdem Vekselbergs Invesmentvehikel Renova beim Anteilsbesitz eine entsprechende Schwelle überschritten hat. - Bild: Sulzer

Dem Schweizer Pumpenhersteller Sulzer ist ein Pflichtangebot des russischen Oligarchen Viktor Vekselberg ins Haus geflattert.

Die Übernahmeofferte ist notwendig geworden, nachdem Vekselbergs Invesmentvehikel Renova beim Anteilsbesitz eine entsprechende Schwelle überschritten hat.

Renova teilte am Montag mit, den Sulzer-Aktionären 99,20 Schweizer Franken je Anteilsschein zu bieten. Zuvor war der Anteil des Unternehmens, der von der Tochter Tiwel Holding AG gehalten wird, auf 33,36 Prozent geklettert, was die Offerte auslöste.

Sulzer ist angesichts der angespannten Lage auf dem Öl- und Gasmarkt, gepaart mit der anhaltenden Franken-Stärke, gerade dabei, die Kosten zu senken. Im Juni kündigte das Unternehmen an, knapp 200 Stellen bei seiner Tochter Chemtech zu streichen. Sulzer begründete das mit dem harten Wettbewerb und der sinkenden Nachfrage aus China und Südostasien.

Das Unternehmen hat bereits die Arbeitszeiten seiner Mitarbeiter ausgeweitet und einen Einstellungsstopp in der Schweiz verhängt, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Die Aufträge gehen trotzdem zurück.

Renova mit Sitz in Zürich ist 2007 bei Sulzer eingestiegen. Renova teilte mit, Sulzer als gelistetes Unternehmen erhalten zu wollen und die derzeitige Geschäftsstrategie aktiv zu unterstützen.

Analysten sagten, Renovas Angebot könnte die Tür für mögliche Aktienrückkäufe öffnen, was gute Nachrichten für Anleger wären. Die Offerte, die Sulzers Schlusskurs vom 31. Juli entspricht, wird vom 18. August bis zum 14. September laufen.

Dow Jones Newswires/Andrea Hecht