Der Stahlhersteller Salzgitter hat im ersten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben und sieht

Der Stahlhersteller Salzgitter hat im ersten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben und sieht sich auf Kurs für eine nachhaltige Rückkehr in die Gewinnzone. - Bild: Salzgitter

Nach Steuern verdiente der Konzern im ersten Quartal 32,7 Mio Euro, nach einem Verlust von 13,3 Mio Euro im Vorjahreszeitraum. Trotz der anstehenden turnusmäßigen Großreparatur eines Hochofens, die sich in rund 80 Millionen Euro Ergebnisbelastung für das zweite Halbjahr niederschlagen wird, sei laut Unternehmensangaben somit die Grundlage für eine nachhaltige Rückkehr des Konzerns in die Gewinnzone geschaffen.

Im Kontext nur geringfügig verbesserter konjunktureller Rahmenbedingungen in Europa sowie der anhaltenden Strukturkrise des europäischen Stahlmarktes spiegele der erfreuliche Trend vor allem die durchgreifende Wirkung des konzernweiten Restrukturierungsprogramms ‘Salzgitter AG 2015′ wider. Auch nach einer erneuten Absenkung des Rechungszinssatzes der Pensionsrückstellungen auf nur noch 1,5 %, stehe das Unternehmen mit 31 % Eigenkapitalquote und 345 Mio Euro Nettoguthaben auf einer äußerst soliden finanziellen Basis.

Außenumsatz nahezu unverändert

Der Außenumsatz blieb im Berichtszeitraum gegenüber der Vergleichsperiode nahezu unverändert (2.287,9 Mio Euro; 1. Quartal 2014: 2.300,9 Mio Euro). Die 51,8 Mio Euro Gewinn vor Steuern übertrafen den Wert des ersten Quartals 2014 deutlich (–8,7 Mio Euro). Neben besonders positiven Ergebnisentwicklungen der Segmente Flachstahl sowie Grobblech / Profilstahl trugen auch alle weiteren Geschäftsbereiche zu diesem Erfolg bei. Der erzielte Vorsteuergewinn enthält 3,1 Mio Euro Ergebnisbeitrag des Aurubis-Engagements (1. Quartal 2014: 8,2 Mio Euro). Aus 32,7 Mio Euro Nachsteuergewinn (1. Quartal 2014: –13,3 Mio Euro) errechnen sich 0,58 Euro Ergebnis je Aktie (1. Quartal 2014: –0,26 Euro). Die Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) betrug 7,5 % (1. Quartal 2014: 0,4 %).

von Dietmar Poll