Bosch Rexroth will die Hydraulik-Sparte des chilenischen Herstellers Maestranza übernehmen. Laut

Bosch Rexroth will die Hydraulik-Sparte des chilenischen Herstellers Maestranza übernehmen. Laut dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Karl Tragl soll so das Südamarika-Geschäft gestärkt werden. - Bild: Bosch Rexroth

HANNOVER/LAATZEN (pd/ks/Dow Jones). Von Triton beratene Fonds hätten eine Vereinbarung zum Kauf des Pneumatik-Spezialisten Rexroth Pneumatics unterzeichnet, teilte Bosch Rexroth mit. Die Transaktion umfasse sämtliche Vermögenswerte des zuvor ausgegliederten Tochterunternehmens von Bosch Rexroth. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörden. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Bosch hatte bereits vor rund anderthalb Jahren angekündigt, das Geschäft verkaufen zu wollen, um dem Bereich langfristig zusätzliche Wachstumschancen außerhalb des von Bosch Rexroth bedienten Markts der Fabrikautomation zu ermöglichen.

“Mit der Übernahme durch Triton, die breite Erfahrungen in der erfolgreichen Aufstellung mittelständischer Unternehmen hat, gehen wir den nächsten konsequenten und logischen Schritt für eine erfolgreiche Entwicklung des Pneumatikgeschäfts”, sagte Karl Tragl, Vorstandsvorsitzender von Bosch Rexroth.

Was der Verkauf für die 2100 Mitarbeiter bedeutet, sei noch nicht klar, berichtet die Nachrichtenagentur dpa/AFX. Triton habe eine dreijährige Garantie für alle europäischen Produktionsstandorte gegeben, sagte ein Sprecher des Investors lediglich. Die Gewerkschaft IG Metall und der Betriebsrat bangen dem Bericht zufolge nun um Arbeitsplätze.

Rexroth Pneumatics mit Sitz in Hannover/Laatzen ist aus dem Zusammenschluss von Bosch Automation und Rexroth Pneumatics im Jahr 2001 entstanden und produziert unter anderem Ventile und Zylinder für Industriemaschinen, die Automobil- und Transportindustrie, den Energiesektor sowie weitere Branchen. Das Unternehmen beschäftigt ca. 2.100 Mitarbeiter an fünf Produktionsstandorten in Deutschland, Frankreich, Ungarn, USA und China und verfügt über ein Vertriebsnetzwerk in über 35 Ländern. In Deutschland sind 680 Mitarbeiter am Standort Laatzen und 70 in Gronau für das Unternehmen tätig.

Die Triton Fonds sind spezialisiert auf Investitionen in mittelständische Unternehmen in Nordeuropa mit Sitz in Deutschland, der Schweiz, Österreich und den vier nordischen Ländern Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden. In dieser Region konzentriert sich Triton auf drei Kernbereiche: Industrie, Dienstleistungen und Konsumgüter/Gesundheitswesen. Momentan hat Triton nach eigenen Angaben 25 Unternehmen mit einem Umsatz von insgesamt rund 12,9 Mrd Euro und über 52.000 Mitarbeitern im Portfolio.