FRANKFURT (Dow Jones/ks)–Das Umsatzziel 2010 beließen die Düsseldorfer am Montag zwar unverändert, schränkten die Spanne für das Gewinnziel aber am oberen Ende ein. So rechnet Rheinmetall für 2010 weiter mit Einnahmen von 3,9 Mrd Euro. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern will der MDAX-Konzern nun 270 Mio bis 280 Mio Euro erreichen, zuvor war die untere Grenze bei 260 Mio Euro gesehen worden.

Im Vorjahr hatte Rheinmetall schwer unter der Krise in der Automobilindustrie gelitten. Der Umsatz war um 12% auf etwa 3,4 Mrd Euro zusammengeschmolzen, dank der stabilen Entwicklung im Verteidigungssegment und des strikten Sparkurses rettete sich das Unternehmen zumindest operativ in die schwarzen Zahlen und verdiente operativ fast 140 Mio Euro.

Das dritte Quartal lief für die Rheinmetall AG dank einer stabilen Entwicklung im Geschäft mit der Rüstungsindustrie und des deutlichen Aufschwungs in der Autobranche wie erwartet deutlich besser als im Vorjahr. Die Einnahmen stiegen zwischen Juli und September auf 992 (801) Mio Euro. Vor Zinsen und Steuern verdienten die Düsseldorfer mit 67 Mio Euro mehr als doopelt so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 40 (7) Mio Euro zu Buche.

Damit schnitt Rheinmetall auf allen Ebenen etwas besser ab als erwartet. Analysten hatten Einnahmen von 950 Mio Euro, einen operativen Gewinn von 66 Mio Euro sowie ein Nettoergebnis von 36 Mio Euro erwartet.