Rheinmetall

Ein HX 44M von Rheinmetall MAN. Er ist ein Mitglied der HX2-Reihe, die nun von der Bundeswehr beschafft wird. HX2 bezeichnet die verbesserte HX-Reihe. - Bild: Rheinmetall

Der durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) jetzt erteilte und auf sieben Jahre angelegte Rahmenvertrag umfasst die Gesamtzahl von 2.271 Fahrzeugen der HX2-Familie im Bruttowert von rund 900 Millionen Euro (760 Millionen Euro netto).

In einem ersten Schritt wurde ein Los von 558 LKW (inklusive Sonderwerkzeugen und Ausbildungsleistungen) unter Vertrag genommen, was einem Bruttoauftragsvolumen von rund 240 Millionen Euro (200 Millionen Euro netto) entspricht.

Der überwiegende Teil der wesentlichen Komponenten – Motoren, Achsen, Getriebe und Aufbauten – entstammt deutscher Fertigung, die Montage der Fahrzeuge wird im Wiener Werk der Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH (RMMV) erfolgen. Die Auslieferung dieses ersten Loses erstreckt sich auf den Zeitraum 2018 bis 2021.

 

Nachfolger für KAT I-Fahrzeuge

Mit den neuen Fahrzeugen der HX2-Familie von Rheinmetall MAN Military Vehicles löst die Bundeswehr unter dem Projektnamen Ungeschützte Transportfahrzeuge (UTF) die alten Modelle der KAT I-Generation ab, die teils schon vor 40 Jahren beschafft wurden. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters und der somit steigenden Ersatzteil- und Lebenswegkosten genügen sie nicht mehr heutigen Standards.

Die HX-Familie gibt es in den Varianten 4x4 (2-Achser) bis 10x10 (5-Achser) zum Beispiel als Cargo- oder Bergefahrzeug, als Tankwagen, Systemträger, Faltstraßen- oder Brückenleger. Die Motoren der verschiedenen Modelle sind auf eine Leistung von bis zu 680 PS ausgelegt.

Von vornherein sind diese Trucks nicht nur auf Robustheit, Nutzlast, Mobilität und Geländegängigkeit ausgelegt, sondern serienmäßig gemäß STANAG auch auf Einsatz-bereiche bei Temperaturen von -32 bis +49 Grad Celsius. Sie können aber auch auf jegliche anderen klimatischen Bedingungen angepasst werden, so ist bei Bedarf für etliche Fahrzeuge ein Arctic-Kit für Temperaturen bis -46 Grad Celsius erhältlich. Weiterhin besteht die Möglichkeit, ohne große Umbaumaßnahmen C4I Systeme einzurüsten. Die Fahrzeuge zeichnen sich auch über die beste erreichte EMV-Verträglichkeit bei LKWs aus.

Weitere spezielle Leistungsmerkmale sind die serienmäßige Watfähigkeit von 1,5 Metern ohne Vorbereitung und hochentwickelte Motoren mit voller F34-Treibstoffverträglichkeit gemäß NATO Single Fuel Konzept.

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