Starke Geschäfte in der Auto- und der Rüstungssparte treiben Rheinmetall an. Der Umsatz steigt um

Starke Geschäfte in der Auto- und der Rüstungssparte treiben Rheinmetall an. Der Umsatz steigt um 14 Prozent, der Gewinn liegt bei 22 Millionen Euro. - Bild: Rheinmetall

Rheinmetall macht wieder bessere Geschäfte mit Kriegsgerät und verdient zunehmend als Zulieferer für die Autoindustrie. Zudem erntete der Düsseldorfer Konzern die Früchte seiner Sparmaßnahmen.

Für das Gesamtjahr rechnet Rheinmetall unverändert mit weiteren Verbesserungen: Das Düsseldorfer Unternehmen bestätigte am Donnerstag die im März ausgegebenen Prognosen.

Vor Steuern und Zinsen (EBIT) verdiente Rheinmetall in den ersten drei Monaten des Jahres 22 Millionen Euro, nach einem Verlust von 1 Million Euro im Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung fiel damit noch etwas besser aus als erwartet. Analysten waren nach den von Dow Jones Newswires zusammengetragenen Schätzungen von einem Gewinn vor Steuern und Zinsen von 21 Millionen Euro ausgegangen. Auch der Umsatz des Konzerns verbesserte sich stärker als vorausgesagt um 14 Prozent auf 1,17 Milliarden Euro.

Die Umsatz- und operativen Ergebnisvergleichszahlen aus dem ersten Quartal des vergangenen Jahres hat Rheinmetall um den Beitrag des eigenen Aluminiumtechnologie-Geschäfts verringert. Dieses hatte Rheinmetall im vergangenen Jahr in ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem chinesischen Partner eingebracht, so dass sich die Entwicklung des Konzernteils nicht mehr in den operativen Kennzahlen niederschlägt.

Doch auch unter dem Strich verbesserte sich Rheinmetall erheblich. Der Konzern verdiente nach Steuern und Dritten 8 Millionen Euro, nachdem er im Vorjahreszeitraum noch einen Nettoverlust von 7 Millionen Euro ausgewiesen hatte.

Die beiden Sparten Rüstungs- und Automobilzuliefergeschäft trugen aus unterschiedlichen Gründen zu der Entwicklung bei. Im Geschäft mit Kriegsgerät profitierte Rheinmetall von einer deutlich verbesserten Auftragslage. Der Umsatz der Sparte verbesserte sich angesichts dessen auf 509 Millionen Euro, nach 414 Millionen Euro. Der Konzernteil verringerte in der Folge seinen EBIT-Verlust von 43 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 28 Millionen Euro.

Automobilzuliefergeschäft mit Wachstum

Im Automobilzuliefergeschäft erhöhte sich der Umsatz gegenüber der angepassten Vergleichszahl um 8 Prozent auf 664 Millionen Euro. Rheinmetall profitiert in der Sparte von der weltweit wachsenden Nachfrage nach Autos. Der Konzern stellt zudem Produkte her, die Automobilherstellern helfen sollen, die in vielen Ländern immer schärferen Vorgaben zur CO2-Reduzierung zu erfüllen. Zudem machen sich in der Zuliefersparte Sparbemühungen bemerkbar. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen im Automobilgeschäft verbesserte sich auch vor dem Hintergrund um 9 Millionen Euro auf 55 Millionen Euro. Die operative Marge der Sparte erreichte damit 8,3 Prozent nach 7,5 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Angesichts der Entwicklungen sieht sich Rheinmetall auf dem Weg, die eigenen Jahresprognosen zu erfüllen. Der Konzern will demnach im Gesamtjahr Erlöse zwischen 4,8 und 5 Milliarden Euro erzielen und vor Steuern und Zinsen zwischen 240 und 250 Millionen Euro verdienen. Vor allem in der Rüstungsgüter-Sparte braucht es dazu weitere Verbesserungen. Sie soll nach der Prognose im Gesamtjahr wieder einen Gewinn erwirtschaften.

Der Auftragsbestand unterstützt den Optimismus der Unternehmensverantwortlichen: Er verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreswert um 436 Millionen Euro auf 7,1 Milliarden Euro Euro.

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke